Caroline and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, May 31, 1927, p. 2 - image of
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Er geht vorläufig allein. Er möchte nach Rochester oder
Buffallo. Dort seien Fabriken für Mechaniker. Dort
seien auch aus Wetzlar einige hin. Der Trebuse Tante
tut es sehr leid wenn Julius geht. Die ganze Verwandt=
schaft schimpft bös auf ihn, auf uns fällt auch
als etwas ab. H. Brutsch liegt wieder im Paulinenstift.
Er hatte doch die ganzen Jahre mit seinem Bein zu
tun. Jetzt ist er operiert worden u. ein Knochensplitter
entfernt worden, hoffentlich hat er jetzt Ruhe. So ist
über all etwas anderes. Du schriebst gar nicht richtig was
es mit Willys Auge ist? Ist ihm denn etwas hinein
gekommen? Ich bin arg erschrocken als ich es las, wenn
es nur wieder gut wird, der liebe Gott wolle ihm be=
hüten, daß er nicht das Auge verliert. Denn man kann
eher sonst etwas verlieren als das Augenlicht. Wie
Du schriebst hat Onkel schon ein Haus gekauft. Wir
hoffen ja immer noch im Herbst hinüber zu kommen.
Bis zum Winter werden sie wohl in die Stadt ziehen
wollen, da wäre es gut wenn wir dann auch
drüben wären. Doch wir müssen Geduld haben, es geht
schon alles wie Gott will. Dem wollen wir alles be=
fehlen, er wird schon wissen was uns gut ist. Am
Himmelfahrtstage ist auch der Wilh. Striof von Hamburg
abgefahren. Er war vorher noch einmal hier. An Pfing=
sten ist er in New York. Bis Du diesen Brief erhältst
ist er auch drüben im Staat Wiskonsin. Ich glaube ich schrieb
