Caroline and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, May 31, 1927, p. 1 - image of
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Wiesbaden, d. 31. 5. 27.
Lieber Karl!
Deinen lieben Brief vom 19. 5. haben wir erhalten, auch
vielen Dank dafür. Wir freuen uns doch immer sehr
wenn ein Brief von Dir kommt. Hier bei uns war
das Wetter die letzten drei Wochen noch einmal sehr kalt
u. unfreundlich, so daß wir alle tüchtig erkältet waren
u. in der Küche noch Feuer hatten, fast den ganzen Tag.
Seit Sonntag ist es etwas wärmer geworden, daß wir
jetzt E endlich Hoffnung haben, daß es dauernt [sic] warm
bleibt. Uns geht es so weit noch gut, wir sind noch ge=
sund. Vater ist mit seiner Arbeit auf der Maschine.
Heute wird er fertig. Es ist gut daß gebaut wird,
denn von Privatleuten ist garnichts zu tun. Nächsten
Sonntag ist nun Pfingsten. Johanna will mit Gretchen
Wilhelm u. Ernst nach Allendorf u. auch Luischen in
Berswod einmal besuchen was schon immer einmal ge=
schehen sollte. Luischen wird ja im Juli nach Allendorf
ziehen in sein Häuschen. Dann kann auch Gretchen ein=
mal mit seinen Eltern sprechen über die Nordenstadter
Angelegenheiten. Ich u. Vater werden zu Hause bleiben.
Beim Consulat sind wir jetzt angemeldet u. haben
die Nummer 495. Heinrich Fink u. Julius Trebus haben
die vorhergehenden. Bei Julius ist es jetzt bestimmt
daß er auch fortgeht, wenn sonst nichts dazwischen kommt
