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Transcribe Page - Caroline Emmel to Karl Emmel, May 12, 1927

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Caroline Emmel to Karl Emmel, May 12, 1927, p. 3 - image of

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Doch das muß er auch recht alles sehen wenn er hinüber kommt. Wilhelm Striof ist so mittelgroß, aber sehr schmal u. blaß, so ein richtiger Stubenhocker, aber spricht sehr ver= nünftig. Er freute sich über die Bilder alle diese interessierten ihn. Ich gab ihm Deine Adresse, zeigte ihm auch auf der Karte wo Du seiest. Es ist doch möglich daß er Dich einmal besuchen kann. Nächsten Sonntag besucht uns Ernst Bender einmal mit den Buben. Albert geht schon das zweite Jahr in die Schule, sie werden auch immer größer. Dort geht auch alles so seinen Gang weiter. In Nordenstadt ist noch alles im gären. Am Sonntag, war Petter hier u. machte uns wieder einen Skandal, weil ich zu Gretchen gesagt hatte, sie hätten ihm die Verhältnisse vor der Hochzeit sagen müssen. Er sagt einfach Gretchen hätte ja ihn nicht geheiratet u. s. w. Er will Äcker verkaufen u. Schulden bezahlen. Am vorigen Sonntag war auch der Schelde Wilhelm in Nordenstadt, da Lenchen ihm geschrieben hatte. Luischen dachte sein Vater könnte ihm zu ihrem Hauskauf etwas geben, sein Land 1 1/2 Morgen hat Wilhelm schon verkauft für etwas über 1900 Mark. Diese sind nun auch ganz geschlagen über die Zustände. Die Alten erzählen dabei über= all, wenn die Mädchen sich nicht verheiratet hätten wären sie nicht so weit gekommen, aber es hätte


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