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kostet; dann kann man sich einmal ein Bild machen, ob
es sich rentiert oder nicht. Jetzt einmal etwas zu dem
was wir drüben anzufangen gedenken. Wir hatten ge=
dacht Vater könnte vielleicht dort wo Beuerbacher Wilhelm
arbeitet auch Arbeit finden, wenn allerdings es durch die
Sprache nicht möglich wäre, so müßten wir sonst sehen was
sich machen ließe. Wir gedachten von unserm Geld ungefähr
40000 hier zu lassen, weil wir hier etwas mehr Zinsen
haben. W Wir hätten dann monatlich 200 Mark, was wenn
auch nicht genug für uns zwei zum leben, doch als für das
Notwendigste reichen würde. Auf unserm Haus bleiben doch
34750 Mark zu 6 % 5 Jahre stehen. Es ist als Feingoldhypothek
eingetragen. Wie Du weißt haben die Ennericher ihr Haus im=
mer noch nicht fertig, sie hofften von dem Hauszinssteuergeld
zu bekommen, sie würden auch erhalten wenn sie aus dem
Armenhaus Leute nähmen. Weil diese nun nicht bezahlen
können auch voll Ungeziefer sind, hat Onkel es abgelehnt.
Ihnen wollten wir 3000 Mark geben zu 6 %, geeinigt haben
wir uns noch nicht. Jetzt noch etwas. Als die Nordenstadter
hörten, daß wir Geld erhielten, ging ihnen das Herz auf.
Es war wieder ein Ackerziel fällig mit den Zinsen,
die Geschwister hatten schon geschrieben u. s. w. Den Sonntag
wo ich in Steeden auf der Kindtaufe war, war Vater
in Nordenstadt. Dort wurden ihm die Verhältnisse ein=
mal gründlich auseinander gelegt. Es ist sehr traurig
