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Wiesbaden, den 3. 2. 27.
Lieber Karl!
Deinen liebenr Brief vom 17. 1. mit sammt den Bürg=
schaftspapieren ist am letzten Januar gut bei uns an=
gekommen, wir danken Dir auch vielmals dafür. Vater ging
gleich zum Agenten um sich bei ihm anzumelden, unsere An=
meldung vom November hat keinen Wert. Der Agent will
alle seine Kunden, sobald angemeldet wird auf dem Kon=
sulat, selbst anmelden, damit wir beizeiten eine Nummer
erhalten. Er hat bis jetzt ungefähr 20 Personen, Julius Trebus
u. Heinrich Fink sind auch dabei. Jetzt heißt es abwarten was
gespielt wird. Johanna ist am Montag auch wieder nach
Hause zurück gekehrt, das halbe Jahr war rasch herum.
wir müssen jetzt schon bald anfangen unsere vorderen
Zimmer zu räumen, da H. Glaser am 1. April herein will.
Das wird manchen Seufzer kosten, bis unser Haushalt
aufgelöst ist. Nächsten Sonntag kommt Willy von Enne=
rich mit seiner Braut um sich das rote Schlafzimmer
anzusehen, damit soll der Anfang gemacht werden auch
haben wir noch eine Kücheneinrichtung auf der Mansarde
welche wir ihm auch anbieten wollen. So müssen wir sehen
wie wir ein Stück nach dem andern los werden. Es ist
schade daß wir unsre Möbel nicht mitnehmen können.
Wir haben ja allerlei was wir in Kisten mitnehmen
wollen, da wollen wir uns einmal erkundigen was Frachtgut
