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Anton Ballering to Bernard Husam, February 2, 1871

Anton Ballering to Bernard Husam, February 2, 1871, page 1 (right hand) and page 4 (left hand)
Anton Ballering to Bernard Husam, February 2, 1871, page 2 (left hand) and page 3 (right hand)

Author

Anton Ballering

Recipient

Johann Bernard Husam

Date

February 2, 1871

Origin

Kewaunee, Wisconsin

Destination

Gilmer Township, Adams County, Illinois

Description

Letter from Anton Ballering to Bernard Husam, February 2, 1871.

Type

letter

Language

German

Tags

1870-1879, transcription under review

Source

Johann Bernard Husam Letters

Collection

Johann Bernard Husam Letters

Repository

Steve Schell Collection

Citation

“Anton Ballering to Bernard Husam, February 2, 1871.” Johann Bernard Husam Letters, Steve Schell Collection, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/120

Original text

[page 1 (sheet 1, right-hand side):]

Kewaunne, Wisc. 2. Februar 1871

Lieber Vetter u. Nichte!

Euern Brief vom 15. l. M. haben wir zur größten Freude erhalten, und daraus Euer aller Gesundheit und auch den höchst traurigen Unfall den Sohn Stoffer ereilt gesehen. Euern Neujahrs Gruß erwiedern hoffen wir daß Gott ihn erfüllen werde. Auch haben wir die Grüße an alle Rinkema= der entrichtet und wünschen alle herzlich daß Du Wort hältst und nächsten Herbst uns einen Besuch abstattest.

Viel neuigkeiten kann ich nicht berichten. Doch ich will daß, was ich denke daß es Euch Intressieren kann, mittheilen. Aus Briefen von Bullermanns und Kaplan Witte haben wir gesehen daß der Vikar in Rink. Hermann Feldmann im Dec. gestorben ist. Im Kriege waren bis dahin gestorben: Joseph Schweins, Th. Kalthöner und Anton Busch. Daß

[page 2 (sheet 2, left-hand side):]

Lenghofe seine Frau Tod und er mit Anna Gudehege verheirathet denke ich wißt ihr schon. Daß Land in Deutsch= land ist sehr im Werth gefallen, den daß Dartmanns wo letztes Jahr der Raubmord verübt ist letzten Herbst verkauft für 4000 Thaler. Auch hat sich in der Woche vor Advent eine trauriege Geschichte ereignet. Th. Aldrup hat nämlich eine Vogelmanns Tochter von Hiltrup geheirathet und haben viele, darunter auch Walbäumer, Franziska Richter ihr Mann die Nacht so ziemlich durch= gefeiert. Nach Durchfahrt des 23' Uhr Eisenbahnzuges ist aber die Leiche des Walbäumer und zwar fürchterlich entstellt den Kopf vom Rumpf getrennt gefunden worden. Es wundert uns sehr daß ihr da so ungewöhlich viel Schnee habt. Wir hatten bis jetzt nur noch seit 4 Tagen Schnee und das schönste Wetter von der Welt, wenn hier der Schnee nicht

[page 3 (sheet 2, right-hand side):]

das erwünschte wäre. Hier ist Schlit= tenbahn fast die zweite Erne und es schien als wolle Gott uns Strafen mit Gutes Wetter. Doch jetzt haben wir so ziemlich 3/4 Fuß Schnee und da viele nicht glauben daß es sehr viel gibt so bemüht sich alles was Hand und Fuß regen kann und ihn so gut als mög= lich zu benutzen. Unsre Kew. neue Dampf Mahlmühle ist seit neu Jahr am Mahlen. Sie ist sehr gut aus gefallen den das Mehl ist vortrefflich und hat die Co. wie es heißt bereits sehr viele bestel= lungen. Die Farmer bringen jetzt mit Gewalt Weitzen und ist der Preis des Kew. Marktes folgender: Winter Weitzen 1 D'. 25-30 ct. Sommer Weitzen 1.10 bis 1.15 ct. Hafer 40 ct. Gerste 80 c Roggen und Erbsen 75 ct. Kartoffel 50 ct. Butter 20-25 ct Eier 18-20 ct. Heu 13 D' per ton. Weitzen Mehl 5.50 - 6.25 ct. Roggen Mehl 5.25 der Preis des Landes ist hier sehr

[page 4 (sheet 1, left-hand side):]

sehr verschieden. Wo noch alles Busch= land ist, ist oft feil [strikethrough:] fo [/strikethrough] von 3-15 D' der Acker. Auch wird vieles was dicht beiliegt noch höher gehalten. Unser Sohnes Schwieger= vater hat letzte Woche 40 Acker 3 1/2 Meilen von hier für 425 D'. verkauft lauter Busch. Einer etwa 4 Meilen von hier wohnender Farmer der sehr schönes Land 80 Acker, etwa 25 Acker unter Kultur hat will, weil er gerne zu Verwandten ziehen möchte, um 1400 D'. verkaufen. Auch ist 12-14 Meilen von hier noch wohl Land per Acker für 1 D bis 1.50 ct zu haben. Den Selern [?] Snamen [/?] den ihr einliegend findet hoffen wir daß ihr mit Herman Wievel theilt und das Knollen wie Westphälische Bonpernickel daraus Wachsen.

Hoffend daß ihr uns mal bald wieder schreibt, bitten wir daß ihr alle bekannte, Wievels, Stoffers besonders Jänken, Bernbrock, und alle Bekannte von uns grüßt. Hoffend daß Euch allen dieser Brief in so guter Gesund und Zufrie= denheit antrifft wie er uns verläßt grüßt euch Euer Vetter Nichte nebst Kinder, Anton Ballering


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