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Heinrich Husam to Bernard Husam, February 8, 1867

Heinrich Husum to Bernard Husam, Feb. 8, 1867, page 1
Heinrich Husum to Bernard Husam, Feb. 8, 1867, page 2
Heinrich Husum to Bernard Husam, Feb. 8, 1867, page 3
Heinrich Husum to Bernard Husam, Feb. 8, 1867, page 4

Author

Heinrich Husam

Recipient

Johann Bernard Husam

Date

February 8, 1867

Origin

Albersloh, Nordrhein-Westfalen

Destination

Gilmer Township, Adams County, Illinois

Description

Letter from Heinrich Husam to Bernard Husam, February 8, 1867.

Type

letter

Language

German

Tags

1860-1869, transcription under review

Source

Johann Bernard Husam Letters

Collection

Johann Bernard Husam Letters

Repository

Steve Schell Collection

Citation

“Heinrich Husam to Bernard Husam, February 8, 1867.” Johann Bernard Husam Letters, Steve Schell Collection, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/119

Original text

Albersloh den 8 e Februar

Lieber Bruder

Deinen Brief habe ich am 5ten Februar erhalten und daraus gesehen das du mit deiner Vamilie noch gesund bist was mich sehr freuet den die Gesundheit ist das beste was man hat. Ich bin diesen Herbst 5 Wochen krank gewesen und konte nichts machen, ich bin aber jetzt wie= der gesund. Schwester und Steinhorst haben mich in der zeit 2 Mal besucht. Schwester ist da auf ihren hofe gut zufrieden, sie haben dieses Jahr viel Weitzen übrig ungefehr 70 Malter das Malter kostet 17 bis 18 Thaler. Rogen und Weitzen ist hier gut gerathen die Sommer früchten sind hier so meistens alle vertrocknet. Heu kostet das 100 Pfund 1 Thl Hafer das Malter 8 bis 9 Thl Gerste 13 Thl Buchweitzen weis ich nicht ist beinahe nicht gewachsen Roggen das Malter 14 Thl und der ist hier gut gerathen, Kuhfie und Schweine sind hier auch theuer. Ich habe 2 Rinder verkauft zu 60 Thl ich habe für 110 Thl Schweine verkauft das 100 Pfund kostet 18 Thl Steinhorst hat für 200 Thl Kühe Verkauft. Bernard Steinhorst geht auch diesen früjahr nach Amerika sein Bruder ist im vorigen Jahr weggereist.

[page 2:]

Das Reisen nach Amerika um da einen guten anfang zu machen wie du schreibst ist gefehrlich, der Morgen kostet bei euch bald so viel wie hier Herman Wiefel konte hier auch gut fertig wer- den ich glaube noch besser als bei euch, Hier wird gesagt er sei für etliche Tausend Taler betro= gen geworden von Behrenbaock und M. Ralf aus Wolbeck ob es wahr ist weis ich nicht. aber so= viel vernehme mich aus dein schreiben das alle Deutsche bei euch nicht Reich sind nur einige Besonders Anna Stoffers diese schreibt, sie brauche garnichts zu thun, und könte jeden Nachmittag mit Ihren geliebten Manne in der Kutsche Spatzieren fahren - so reich solst du wohl nicht werden und ich auch nicht. Meine Nachbarfrau Maria Lengkove ist Tot sie starb im vorigen Jahre den Ersten dienstag nach Ostern er soll sich wohl eine Reiche wieder aussuchen wer es wird das weiß man noch nicht, Niehus Höckelman Feldmann und Frau auf En= trup sind alle Tot. Es sind im vorigen Jahre 7 Heuser auf der Siegenstraße Abgebrant Stegt Päpping Beinker Borgmans 4 Wochen später Brante Hellmann sein Viehaus und die Alte Kaserne. Ich habe noch die Alte Docke 24 Jahre Alt und arbeitet noch gut und den kleinen schwarzen Hans dabei einen 4 Jährigen Fuchs ein Gutes Pferd

[page 3:]

Meine Vamilie besteth aus 8 Mann sie heisen Anna 14 Jahr Maria 11 Jahr Lina 10 Jahr Elisabeth 8 Jahr da ein Medchen Tod Anton 3 Jahr Sofia 1 Jahr alt das sind wohl genug. Die Steuer bei uns sind noch wie gewöhnlich wier haben 2 Mal etliche Jahr Kriegssteuer zahlen müssen das hat noch ziemlich gut gegangen der Preus hat immer alles gewonnen was er wollte darum zahlen wier nicht so viel, aber die Neupreusen die Hanoverraner die zahlen mehr wie sie gewohnt sind.

Ich möchte gerne einmal nach Amerika Reisen und besuchen euch alle Alberschoer und Rinkenv [illegible] der, wie es euch da ginge, aber ich habe keine Zeit meinen Anton ist noch zu klein, und wenn er Groß ist bin ich zu Alt. Schwester und Stein= horst und Kinder sind immer noch recht Gesund.

Hiermit will ich schliesen bis auf ein anderes mal so Gott will schreibe doch bad wieder. Viele Grüß von mich meine Frau und Kinder An dich deine Frau und Kinder. und an Herman Wiefel

H. Husam

Karl Marx ist auch in Amerika es gefehlt ihn nicht darin

[page 4:]

Lieber Onkel

Wie [strikethrough:] geht [/strikethrough] ich aus Deinen Briefe gelesen habe, seid ihr alle noch recht gesund und Munter, welches uns sehr freut. Ich bin jetzt aus der Schule entlassen, und habe diesen Herbst das Glück gehabt, zur h. Comunion angenommen zu werden. Wie alt sind Dei= ne Kinder und wie heißen sie, kommen sie auch bald aus der Schule? Ich schenke ihnen zur erinnerung für jeden ein Bild weil ich nichts anderes geben kann. Es ist hir ein gewaltiger Wind gewesen, am Montag den 7. December von 6 bis neun Uhr, er hat von einigen Häusern ganze Dächer abge= weht. Auch unser Haus ist nicht verschont geblieben, denn wir haben beinahe 200 Pfan= nen vermißt.

Es grüßt euch alle zusammen

Anna.


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