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Transcribe Page - Emma Hilgard (von Xylander) to Henry Villard, February 22, 1869

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[page 2, left hand side]

Unwohlsein bestens versorgte, brauche ich Dir wohl nicht zu versichern. - für uns alle, war der am 23ten Januar doch hier erfolgte Besuch Richard's, - der anfänglich auf 14 Tage festgesetzt war u. dann sich hinaus zog bis heute, wo er uns verließ, - eine große Freude; er ist so liebenswürdig, so heiter, - im Hause ein so belebendes Element, - dazu gegen mich von einer solchen génerosité, daß ich ihn wirklich nicht anders als von ganzem Herzen lieben kann, - u. bis die erste Zeit vorüber, - ihn schwer vermissen werde; er läßt Dir sagen, von Lautern aus, würde er Euch schreiben in München sei die Zeit dazu zu karg zuge- messen. - Da Richard gerade noch zum Ende des Carnevals hierherkam, - wir Alle etwas tanzlustig waren, so ließen wir uns verführen 2 größere Bälle mit zu machen, wo wir tüchtig tanzten, - u. über alle Maßen vergnügt waren. - Im Theater, war ich seit Jahren nicht so viel, wie in diesen letzten 4 Wochen, - Richard wollte nie ohne mich hinein gehen, - u. ich nahm seine Großmuth, da ich sah, wie gerne er sie übte, dankbar an. - Der ganze Aufenthalt Richards, war durch das köstlichste Wetter begünstigt, - die Maximilianstraße wimmelte von Spazirgängern; wir haben Tage, wie sonst im Mai, seit Wochen weder Regen noch Schnee immer Sonnenschein, - u. die Bäume u. Sträucher fangen schon mächtig zu sproßen an, doch ich fürchte das ist sehr verfrüht, - denn

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gewiß, folgt auf den schönen Februar ein um so kälterer März. - Robert, war in der letzten Woche, 5 Tage in Dienstgeschäften in Augsburg u. auf dem Lechfelde; an ersterem Orte, ist seit 14 Tagen Schwager Oscar mit Familie ansäßig; der alle 3 Jahre Stattfindende Wechsel im Generalstabe, traf in diesem Jahre, - u. [crossed out] Robert [/crossed out] Oscar führte das Loos nach Augsburg, - wo sie sich aber gar nicht behagen, - besonders Auguste, - die noch nie in einer [insertion] andren [/insertion] Stadt als München lebte. - Unsere Verwandtschaft hier, ist dadurch etwas zusammengeschmolzen; ich hoffe aber immer noch auf den angenehmen Zuwachs meines Schwagers Emil, - dessen Versetzung in den Generalstab, noch immer in der Schwebe ist, - u. der entweder hierher kommt, oder seine Eskadron in Augsburg übernimmt. -

Mit meinem Reiten, - will es gar nichts rechtes mehr werden, - obwohl meine Gesundheit trotz aller Exzessen so gut ist wie seit Jahren nicht, was also kein Hinderniß wäre; aber unsere Pferde sind abwechselnd krank, u. namentlich das kleine, mahnt täglich an seinen Verkauf zu denken; doch müssen wir damit noch warten, - bis das andre ganz abgezahlt ist, was erst im Mai der Fall sein wird; - mir bangt entsetzlich vor dieser Ausgabe; ein Militair ist ein theures Ding, - so wenig Einnahme u. so viel äußerer Glanz wird doch verlangt. - Bei dieser Gelegenheit, nimm es mir nicht übel lieber Bruder wenn ich Dich bitte,


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