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um das Bayrische Consulat in Philadelphia beworben, und hatte durch die ausgezeichneten Zeugnisse von Behörden & privaten dort, und gewichtige Fürsprecher in München die beste Aussicht auf Erfolg, als ihm, wie man mir ausführlich schrieb[t], durch deine an einen Ministerial Rath Aledens in München gemachten Mittheilungen ein Stein in den Weg geworfen wurde. Diese Mittheilungen sollen dir von Herrn Aledens -- soviel ich mich erinnere ein Spionenhafter Character -- in anscheinend harmlosem Gespräche abgelockt oder gar insinuirt worden seyn und enthalten hauptsächlich zwei erschwerende Punkt, nämlich dass die Zeugnisse der Philadelphiern als erschwindelt oder erpreßt, und Reichard selbst als ein unfähiger Mensch und als ein "Trinker" dargestellt wird. Ich werde nun von seinen Freunden, und namentlich seinem Bruder in Mannheim gebeten, bei dir anzufragen ob du dich bei deiner Anschuldigung nicht in der Person geirrt -- es sind
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[right side of p. 2] nämlich Söhne & andere Verwandte gleichen Namens von ihm dort -- oder anderen falls, was dich zu solchen Behauptungen berechtige die von allen Leuten in Philadelphia die deiner Bruder näher kennen, die ihn hochschätzen, als Verleumdung bezeichnet werden?
Indem ich mich nun dieses Auftrags frank und frei dir gegenüber entledige füge ich auf meinerseits bei, daß ich Reichard, obwohl er dort der Demokratische Partei angehört, als einen grundbraven Mann kenne und von jeher kannte, der jeden ihm man vertraute Amt mit Treue Gewissenhaftigkeit und Fleiss vorstehen wird, der niemals den Trunk-- wenn er auch hie und da einen guten Trank liebt, und kein Temperänzler ist -- ergeben war, oder ist. Du wirst nicht nur mir sondern auch der Wahrheit [insertion:] und Gerechtigkeit [/insertion] einen großen Dienst leisten, wenn du den Nachtheil, der ihm durch deine auf Verthun beruhenden, oder falsch ausgelegten Aeußerungen erwachsen kann, so rasch als möglich durch eine Erklärung gut machen würdest,
