Höfeln family letter, March 25, 1858, page 7 (formerly incorrectly numbered page 8) - image of
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Mit beiliegenden 2 Paleods wünsche ich deinen lieben Knaben eine kleine Freude zu machen; wenn sie ihnen nur auch passen, ich sorge fast daß ich den für Alexander zu kurz gemacht habe, Du kannst wohl den unteren Saum aufmachen, u mußt dann meiner Ungeübtheit zu lieb von den beigelegten Flecken, darauf setzen, auch lege ich etwas Litzen bei. – Sie sollen nur den Eltern u dem l Gott gehorsam sein, dann wird gewiß etwas rechtes aus ihnen u wenn sie einmal nach Würtemberg so will ich für sie sorgen so weit es in meinen Kräften steht; ich habe schon meinem lieben Bräutig= am von ihnen u Dir erzählt; ich denke aber immer die Eltern werden vielleicht die Reise mit den Kindern machen u ihren Wohnsitz wieder in der alten Heimath nehmen. – An eine Hochzeitsreise von mir nach A= merika ist nicht zu denken, es wird eben auf etliche Tage in die Schweiz oder nach Tyrol reichen, Heinrich ist bisher als Gehilfe bei seinem Vater u kann nicht so lange vom Geschäft weg sein, es ist aber nicht das erste Geschäft in Schorndorf die ander Apotheke die hart daneben gebaut ist Geht viel besser da sagt die liebe Mutter immer „Du darfst gar nicht neidisch sein, u die Frau Haug hat mir den Spruch zugerufen „Was Gott beschert bleibt unverwehrt. – Nun wir werden schon unser bescheidenes Theil bekommen. – Onkel von Zell ist im Herbst nach Fauerndau gekommen was wegen der Nähe von Göppingen manche Annehmlichkeit hat, er mußte 6 Wochen wegen seinem Fußleiden im Bett zubringen, u konnte erst bei der Confirmation wieder sein Amt versehen, er will mir die Hochzeitpredigt halten. – Der rothe Friz ist seit wenigen Wochen in [?]Born[/?] in einer Stelle, er hat bis jetzt gottlob seinen Eltern Freude gemacht; in Albershausen ist alles noch beim Alten die alte Frau feierte vorGestern im Kreise ihrer Kinder und Enkel den 83 Geburtstag vielleicht ist es der letzte sie war diesen Winter wieder bedrükend krank, ist dem Geiste nach noch munter aber dem Leib nach recht zerfallen. Unsere Milchfrau wurde diesen Winter auch von ihren langwierigen Brustleiden erlöst; die alte Revellion der Töchter bei Babette nähten ist vorigen Sommer auch gestorben; ebenso der blühende Reinhold Heß
