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Transcribe Page - Auguste Finckh to Charlotte von Höfeln, March 25, 1858

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Höfeln family letter, March 25, 1858, page 6 (formerly incorrectly numbered page 7) - image of

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ein Prediger der seinem Amt nicht recht vorzustehen weiß. In meiner neuen Heimath Schorndorf gefiehl es mir recht gut. Heinrich wird die Apotheke von seinem Vater übernehmen, die Eltern ziehen dann in den oberen Stock, u behalten ihre Güter Gärten u 2 Kühe, am Garten kann ich auch Antheil bekommen. Das Haus ist zwar nicht so freundlich gelegtn wie unseres hier, daß man das Grüne vor Augen habet; steht aber auf dem besten Punkt auf dem Marktplatz u hat was mir besonders lieb den ganzen Tag die Sonne, die Bauart ist ganz alterthümlich große breite Fenster ähnlich wie in Alberhausen, ich bekomme 5 Fenster[insertion:]Zimmer[/insertion], darunter eine große u freundliche Wohnstube besonders freut mich das Fenster an das mein Arbeitstischchen zu stehen kommt, mit der Aussicht auf die alte gotische Kirche (am H. Helfer bekomme ich einen guten Prediger) meine Küche ist äußerst geräumig u hell, in das ohnedieß kleine Schlafzimmer bekomme ich einen Ofen; Die Mutter von Heinrich ist eine recht liebe Frau, die ihre Leute alle gut behandelt hat, sie ist für ihre Kinder äußerst besorgt, ich habe 2 Schwäger von welchen der eine Ökonom u verheirathet einige Stunden entfernt wohnt; der jüngste ist [roman:]Commis Voigeur[/roman] ich habe seine Bekanntschaft noch zu machen, Mathilde Heinrichs Schwester, ist in Schorndorf verheirathet an einen [roman:]Dr[/roman] Maier, sie ist eine recht verständige Frau, auf deren Umgang ich mich freue, u der Vater ist ein Ehrenman nach dem alten Schlag; es hat noch viel Verwandte drüben ich bin schon so zu Hause daß mirs ist als wäre ich längst mit der Familie bekannt. Der Abschied von der l Mutter wird mir freilich schwer fallen, u ihr noch mehr doch tröste ich mich damit, daß sie recht oft auf längeren Besuch kommen kann Unsere Hochzeit ist auf Mitte Juli bestimmt, sie wird voraussichtlich groß werden, wenn wir auch nur Onkel u Tante u einige Freundinen ein= laden werden, ich werde ein schwarzes seidenes Kleid tragen Schleier u Myrthenkranz. Von meinem l Bräutigam erhielt ich einen gewirkten Shawl zum Geschenk der mich besonders deswegen freut, weil er ihn von seinem ersparten Geld gekauft hat. – Es gibt jetzt macherlei Streitereien im Haus wir geben so viel als möglich auswärts, doch sind die Arbeiterin überall rar, Angnes hilft mir auch einen Gruß von ihr.


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