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Transcribe Page - Auguste Finckh to Charlotte von Höfeln, March 25, 1858

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Höfeln family letter, March 25, 1858, page 5 (formerly incorrectly numbered page 6) - image of

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5 Nun liebe Lotte sollst Du auch vernehmen auf welche Weise ich zu meinem Bräutig= am gekommen bin, O, es hat auch vielte Thränen, viele Gebete u schlaflose Nächte gekostet, aber jetzt bin ich eine recht vergnügte Braut. – Noch während ich krank war, gabs allerlei Heirathsanträge; an Ostern wars ein Jahr schrieb Herr Geier, Kreusers Tochtermann, im Namen von Palm mit einer warmen Empfehlung für den selben, aber wie gesagt ich war zu unwohl um daran zu denken. – nun kam ich im Herbst nach Hause, u hätte sollen einen Pfarrer nehmen im Hohenlohischen, es ist dieses so weit weg, nach Eßlingen hätte ich auch sollen, einen Kanzlei Beamten, ich wußte mir nicht zu rathen u zu helfen, ich wollte aber den Willen Gottes es im Verein mit Mutter u Bruder herausfinden, nun kamen wir überein wir wollten zuerst den H Palm fragen, durch Geier, ob er noch nicht versehen sei; denn Friz hätte seinen künftigen Schwager doch auch gerne gekannt; Palm kam nun u traf Friz glücklicher Weise hier an, u die Beiden empfanden gleich eine Zugneigung zu einander, - von da an war es nicht mehr weit zu dem entscheidenden Schritt; u die Unruhe u Sorglichkeit hörte von selbst auf. Je mehr ich meinen l Heinrich kennen lerne, je höher schätze ich ihn auch, er gehört zu denjenigen Menschen die man näher kennen lernen muß, ehe man sie lieben lernt; er hat einen christlichen Sinn u sucht sein Leben nach den Geboten Gottes einzurichten, ohne daß er einer be= sonderen Richtung angehören würde; er ist von sanftem u stillem Wesen, was mir außerordentlich wohl tuth; u in seinem Fach ganz tüchtig; dem Äußeren nach ist er von den größten seines Geschlechts, ein wenig mager, sieht aber seit er Bräutigam geworden ist, schon besser aus, hat blonde Haare u blaue Augen, u eine große Liebe zu seiner Braut daß ich oft meine ich verdiene es gar nicht so, die Mutter hat ihren neuen Sohn schon recht lieb gewonnen, ebenso ist Friz ganz mit meiner Wahl einverstanden, er meint es sei gerade recht daß ich keinen Pfarrer habe, die Mutter könne noch genug am eigenen Sohn bekommen man wisse gar nicht wie es diesem Stande in Zukunft ergehen werde, u dann sei ihm ein redlicher Sinn u rechtschaffenes Wesen im Laienstand lieber als


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