Adam Holl, Jr. to Johann Georg Holl, December 27, 1908, p. 2 - image of
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Lieber Onkel! Ihr habt in Eurem letzten Brief nach dem [illegible] meiner lieben Frau gefragt, nun es ist ja mit Gottes Hilfe besser geworden, aber kommt doch hin und da wieder vor, wenn sie zur Stadt geht, aber ich habe die beste Hoffnung, daß sie wieder vollständig gesund wird. Meine Schwiegereltern sind auch noch immer rüstig und gesund, Sie haben jetzt eine gute Stütze von ihrem Sohn [?]Konrad[/?] und Tochter Luise; [?]Konrad[/?] ist 17 Jahre und Luise ist [illegible] 19 Jahre, sie ist fast noch kräftiger gewachsen als meine [?]Frau[/?]. Mit meinem Schwager Peter geht es auch wieder besser, Schwindel, Kopfweh, [?]Schling=[/?] beschwerden [illegible] hat er gar nicht mehr, hat immer guten Appetit und sieht sehr gut aus, aber in den Beinen will es nicht besser werden, er geht zwar [illegible, 4 words] aber die Beine sind bereits gelähmt und es besteht wenig Aussicht auf Besserung. Am 24. Juni heurigen Jahres wurden wir in großen Schrecken versetzt, denn in der Scheune des Johann [?]Linnhardt[/?] kam nachts um [illegible] Uhr Feuer aus und äscherte Scheune und Haus vollständig ein. Die [?]Nachbars[/?] gebäude Schilling, [illegible, 2 words] und Euer Bruder [?]Konrad[/?] konnten nur mit großer Mühe gerettet werden. Vom Mobiliar des [?]Linhardt[/?] konnte außer dem Vieh nur wenig gerettet werden. Daß dieser Brand gelegt [illegible], ist außer Zweifel. Es ist nur sein Vater, der im November 84 Jahre alt war, zu bedauern. Es war dies das zweite mal daß er auf diesem Anwesen abgebrannt ist, [?]das[/?] erste mal
