Marie Hansen Taylor to Lina Hansen, December 13, 1858, p. 3 - image of
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Weihnachtstag werden wir ein gemeinschaftliches
[roman:] Dinner [/roman] haben; [roman:] Mrs. Stoddard [/roman] kocht [insertion:] besorgt [/insertion] die Hälfte
der Gerichte u. ich die andere. Wir hoffen
daß [roman:] Emma Taylor [/roman] mit [roman:] John [/roman] von [roman:] Kenett [/roman]
kommt u. dann steht uns auch ein Weih=
nachts=Trudhahn von dort in Aussicht. Meine
Geschenke sind nicht sehr großartig; dennoch
aber habe ich genug damit zu thun. Schon zwei
Reisen nach [roman:] New York [/roman] habe ich ihretwegen
machen müssen u. beide nahmen mir fast
einen ganzen Tag. [roman:] Broadway [/roman] wimmelt von
Käufern u. die Weihnachtsausstellungen
sind etwas prachtvolles. Als ich den einen
Tag mit [roman:] Lizzie Stoddard [/roman] dort war drängten
sich die hin u. her fahrenden Wagen so daß
einmal ein [sic] förmliche Stockung entstand.
Ich zählte im Nu 13 Omnibuse allein, ohne
die andern Fahrzeugen die ineinander geschach=
telt nicht wussten wie sie wieder ausein=
ander kommen sollten. Wir waren in mehreren
herrlichen Läden, in denen die Preise freilich
auch herrlich waren. Aber Alles hier ist
theuer u. man muss das Geld recht festhal=
ten, wenn es nicht wegfliegen soll. Unsere
einfache Einrichtung hat mehr als $600 ge=
kostet u. dabei ist [insertion:] bleibt [/insertion] noch vieles was nach u.
nach muss angeschafft werden. Ich hoffe aber
dies im Laufe des Winters von meinen
Ersparnissen thun zu können, denn Bayard
erlaubt mir $100 monatlich als Wirthschafts=
geld u. da ich uns auf schmale Kost setze so lange
er nicht da ist, so h werde ich ganz gewiss nicht
so viel brauchen. - Ich bin abermals unterbro=
chen worden. [roman:] Stoddard [/roman] u. [roman:] Lizzie [/roman] machten ihren
Abendbesuch. Es war in der That eine vortreffliche
Idee uns zusammen zu bringen. Die Freundschaft
die beide für Bayard haben ist auf mich übergegan=
gen u. wir leben zusammen wie eine Familie.
- Sei so gut u. schicke mir das Rezept zu Pökelfleisch. -
Kannst du nicht Frau [roman:] Plein [/roman] überreden nach Amerika
zu kommen, auch ohne daß sie Wittwe ist: ich würde sie
gleich als Kinderwärterin engagiren - wie oft habe ich sie
nicht herbeigewünscht! - Wenn Du Lulu Hess siehst erinnere
sie an ihr Versprechen mir zu schreiben. - Könnten wir
doch Weihnachten zusammen sein! Ich bin froh daß
[margin:] Wilhelm nach hause kommen [sic]. Viele herzliche Grüße von Bayard's Mutter. Zum [/margin]
[page 4 (page 5 of letter); margin:] Neuen Jahr schicke ich Euch meinen allerinnigsten Glückwunsch u. Grüße den lieben Vater, die [/page 4 (page 5 of letter); margin]
[page 6 (page 4 of letter), margin:] Geschwister, Buflebs, Brauns, Alle, Alle. Und schreibe mir recht viel u. ausführlich. mit herzlicher Liebe Deine T. Marie [/page 6 (page 4 of letter); margin]
