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Transcribe Page - Marie Hansen Taylor to Lina Hansen, November 27, 1858

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Marie Hansen Taylor to Lina Hansen, November 27, 1858, p. 2 and p. 3 - image of

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[page 2 (sheet 2, left-hand side):]

welches sie durch die nachlässige Haltung herbei führen kann. Ich werde nicht eher ruhig werden als bis ich von Dir höre daß sie sich in dieser Beziehung gebessert hat u. sitzt u. geht, nicht wie ein Stock, son= dern wie es sich für ein junges Mädchen in ihrem Alter gehört u. wie es unumgäng= lich nothwendig ist, will sie gesund u. kräf= tig werden. Das ist eine lange, aber eine ernste Predigt für sie. Ihr Brief hat mich zugleich erfreut u. amüsirt, sie muss aber entschuldigen wenn ich dieses Mal noch nicht ihn beantworte. Ich bin sehr beschäftigt u. habe nur wenig Zeit zum Schreiben. Wir gehen in 5 Tagen fort von hier nach N. Y. u. ich möchte bis dahin alle meine Nähereien weg haben um dann mit Fleiß an die Ein= richtung des Hauses zu gehen. Heute machen wir einen Mantel für Lili, in dem ich sie Euch gar zu gerne zeigen möchte. Er ist von feinem hellblau u. weiß karrirten Wollenstoff, sehr lang mit blauem Flanell gefüttert; darauf eine runde Peleri= ne mit blau seidenem Futter u. ein kleines Krägelchen darüber; beide Kragen mit breitem blau seidenen Band besetzt. Seitdem sie Kleider trägt habe ich ihre Garderobe sehr vervollständigen müssen. Nächstens muss ich mich daran machen ihr einige Mützen zu verschaffen. Sie sitzen ihr alle auf dem Hinterkopf u. die 3 oder vier großen sind ihr noch zu groß. Sie nimmt merk= würdig zu. Sie hat einen vollen runden Körper u. das Fleisch ist solid u. fest. Sie richtet sich von selbst auf u. springt wenn man sie auf dem Arm hat u. stellt sich im Schooße auf u. ficht mit den kleinen

[page 3 (sheet 2, right-hand side):]

Händchen u. giebt die possirlichsten Töne von sich. Ihre Zähne machen sie mitunter un= geduldig u. unleidlich, im Ganzen aber ist sie sehr gut u. liegt oft lange Zeit in ihrem Bettchen; nur liebt sie es nicht ohne Unter= haltung zu sein u. schreit sobald man nicht mit ihr spricht oder ihr etwas vormacht. Sie hält jetzt ganz ihre regelmäßigen Mahl= zeiten u. bekommt 5 Mal am Tage u. 2 Mal des Nachts; davon 4 Mal von mir u. 3 Mal Kuhmilch. Seit wir auf dem Schiffe waren ist sie des Nachts übrigens etwas verwöhnt u. macht uns dann u. wann zu schaffen. Sie schläft nicht immer gleich wieder ein nachdem sie getrunken u. Bayard u. ich sind schon manches Mal aufgestanden u. haben sie herumgetragen u. eingeschläfert. Um 5 Uhr ist gewöhnlich die Zeit wo sie aus= geschlafen hat u. von da an giebt es auch keinen Schlaf mehr für uns. Sie liegt zwar im Bett, aber sie will unterhalten sein. Um die Erzählung ganz zu vervoll= ständigen muss ich noch hinzufügen daß sie seit einigen Tagen eine sehr wunde Stelle am Hälschen hat u. entsetzlich schreit wenn ich sie ihr mache. Ich tröste mich aber damit daß dieß besser ist als wenn sie auf andere Weise krank wäre. Ich gebe ihr Sulphur ein u. glaube daß es heute zum ersten Male weniger roth aussieht.

[roman:] Nov. 29. [/roman] - Als ich Dir vorgestern schrieb hatten wir einen wunderschönen Herbst= tag u. gestern schon war vollständiger Winter, der Schnee lag dick auf den Bauten u. der Erde als wir des Morgens erwachten. Ich hoffe daß wir besseres Wetter zu unserer Reise bekommen. Bayard geht morgen


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