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Transcribe Page - Marie Hansen Taylor to Lina Hansen, October 25, 1858

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Marie Hansen Taylor to Lina Hansen, October 25, 1858, p. 2 and p. 3 - image of

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[page 2 (sheet 2, left-hand side):]

Emma stürzte in ihrer Aufregung der Länge nach auf den Weg hin u. lachte u. weinte eine Zeit lang in einem fort. Bayard ging einen kürzern Weg über die Felder nach dem Hause hin u. bald waren wir Alle dort ver= sammelt. In unserm Zimmer fanden wir einen Tisch mit Geschenken aufgeziert u. daneben zwei schöne gestickte Stühle, die Mutter [roman:] Taylor [/roman] selbst gearbeitet hat. Für Lilian lag von ihrer Tante [roman:] Lizzie [/roman] ein reizendes wollenes Mützchen, blau u. weiß gestrickt, dazu von einer andern Verwandten blau u. weiß gestrickte Söckchen. Außerdem fanden wir 2 große Vasen von Rubinglas von Bayard's Bruder [roman:] Horvard [/roman] u. seiner Frau [roman:] Lizzie [/roman:], ferner 2 Kelchgläser, eine Glasschale voll der schönsten Blumen, einen schönen Blumentopf mit Heliothrob, zwei gestickte Toi= lettenkissen u. einen Kuchen mit Garnierung von schneeweißem Guss, der bis zum 27. [roman:] Okt. [/roman] aufgehoben werden soll. Seit jenem ersten Tag, der erst vorgestern war, habe ich schon so viele Verwandte u. Freunde kennen gelernt, oder vielmehr gesehen, daß mir der Kopf ganz ver= wirrt ist u. ich meine schon eine viel längere Zeit hier zu sein. Gestern Nachmittag gingen wir die Stelle zu sehen wo unser zukünfti= ges Haus stehen soll u. Lage u. Umgebung waren so über meine Erwartung schön, daß ich ganz davon entzückt bin. Ich wollte Du könntest einen Blick dahin werfen, es würde Dir so sehr gefallen. Die Stelle liegt auf der Höhe eines sanft anschwellenden Hügels in der Mitte mehrerer kleinen Wäldchen, die mit den dazwischen liegenden freien Stellen, den einzelnen [Aeckern?], Wallnuss= u. Kastanien= u. Tulpen= bäumen dem Ganzen etwas Parkähnliches geben u. dazwischen hat man die reizendsten Durch= u. Fernblicke nach kleinen zerstreut liegenden Pachthöfen u. lieblichen Thalgründen. Bayard war höchst erfreut, daß ich so befrie= digt war u. ist seitdem fast nur mit Bauplänen beschäftigt. Die Aussichten sind sehr befriedigend, er hat sich überzeugt daß die Baukosten geringer sein werden, als er erwartete u. es ist wohl möglich daß in diesem Herbste noch die Grundmauern aufgeführt werden.

[page 3 (sheet 2, right-hand side):]

Lilian wird sehr bewundert, u. ich fürchte verwöhnt, denn es sind so viele Hände die sie tragen, so viele Knie die sie schaukeln wollen. In meinem Zimmer fand ich die alte "Familien= Wiege" in der schon ihr Papa gelegen hat. Ich benutze sie aber nur am Tage, ihrer Großmutter [roman:] Taylor [/roman] zu Liebe u. lege sie des Nachts in die Wanne die ich von Hamburg mitgebracht habe, u. die zufälliger Weise in unserer Kajüte so zwischen das Sopha u. meine Koje passte, daß sie fest u. sicher lag, selbst wenn alles Andere in der Kajüte drunter u. drüber fiel.

Den 27. [roman:] Okt. [/roman] - Ich musste es ausgeben meinen Brief vorgestern fertig zu schreiben u. wegzuschicken: die Besuche hörten nicht auf u. des Abends waren wir zum Thee ausgebeten bei alten Freunden von [roman:] Taylor's [/roman], die mir sehr herzlich entgegen gekommen sind. Wir hatten bei herrlichem Mondschein 2 engl. Meilen zu fahren bevor wie zu ihrem Hofe kamen u. fanden eine sehr zahlreiche Gesell= schaft, Alles Verwandte u. Bekannte von Bayard, dort versammelt. Ich war natürlich die Heldin des Abends, der Gegenstand allgemeiner Er= wartung u. Neugier u. wurde - ich weiß nicht wie vielen - Kousinen u. Vettern u. Tanten u. Onkels vorgestellt, die meistens die Na= men [roman:] Taylor [/roman] oder [roman:] Ganze [/roman] tragen. Zu meinen neuen Verwandten gehören viele Quäker= familien, von denen die Alten noch immer die eigenthümlichen Quäkerkleidung tragen. Am Sonntag besuchte uns eine mehr als 70 jäh= rige Quäkertante, eine freundliche alte Frau der das graue schlichte Kleid, das weiße Biesentuch u. die einfache weiße [Tüllmütze?] sehr gut stand. Sie brachte ihr weißes Tonpfeifchen mit u. rauchte als ob sich das ganz von selbst verstände. Ich kehre indessen zur Gesellschaft am Sonntagabend zurück. Von allen Seiten kam man mir freundlich entgegen u. bewillkommte man mich u. außer= dem hatte man zur ganz besondern Feier ein kleines Theaterstück "Die Rückkehr" ausgedacht u. aufgeführt, welches mit einem mehrstim=


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