Marie Hansen Taylor to Lina Hansen, April 16, 1858, p. 2 and p. 3 - image of
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trauen, das mir ja wohl von Gott
kommt, denn Menschengabe ist es nicht.
Aber es hilft mir viel u. thut mir vor
Allem gar sehr Noth, da ich meinen Mann
noch oftmals kommen u. gehen sehen
muss. Von den Erdstößen die Bayard
in der Nähe von Korinth erfahren
hat, wusste ich glücklicherweise nichts,
u. als sein verspäteter Brief mir
davon erzählte, hatte ich schon spätere
Nachricht u. wusste daß er lange über
das Bereich der Erdbeben hinaus sei,
denn dieselben treffen nur eine
genau abzumessende Gegend u. er=
strecken sich nicht über diese hinaus.
Hier in [roman:] Athen [/roman] spürt man nichts davon,
in jener Gegend aber muss es entsetz=
lich sein u. schon viele der Bewohner
sind vor Angst u. Schrecken fortgewan=
der. Man fürchtet jetzt, für den
Ausbruch eines Vulkans in der
Nähe Korinth's. - Ehe Bayard fortging
machte er seine Berechnung in Bezug
auf die Zeit unserer Abreise. Er wollte
zuerst es ermöglichen den 30. [/roman:] April [/roman]
von hier wegzugehen, fand aber, daß
er [insertion:] die Abreise [/insertion] dann unmittelbar nach seiner
Ankunft aus stattfinden müsse, was
nicht gut angehen würde. Wir haben
sie deshalb auf den 7. [roman:] Mai [/roman] festgesetzt (da
nur alle 8 Tage ein Dampfschiff geht.),
so daß Du nach dem 28. [roman:] April [/roman] keinen
Brief mehr nach [roman:] Athen [/roman], sondern
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nach [roman:] Constantinopel, poste rest. [/roman] adressiren kannst, u. den darauf folgenden nach [roman:] Wien [/roman]. Ich werde auch recht froh sein wenn ich in Gotha angekommen u. wieder bei Euch bin, aber ich habe guten Muth für die Reise, die auch lange nicht so anstrengend ist, als wenn ich auf offener See u. viel in Wagen oder Eisenbahnen zu fahren hätte. Von [roman:] Wien [/roman] bis Gotha werden wir 4 Tagereisen machen. Außerdem habe ich in Bayard u. auch in [roman:] John [/roman] die vortrefflichsten u. aufmerksamsten Begleiter. Ich leide nur dann u. wann ein klein wenig an Rückenschmerzen u. würde den Kognac u. Salz schon gebraucht haben, wäre ich nicht unsicher gewissen, ob ich es auch thun dürfe. Nachdem Du es mir aber empfohlen habe ich es gleich angewandt u. schon große Stärkung verspürt. - Was Du mir von Deinem neuen Mädchen sagst war ich sehr froh zu hören. Gebe Gott nur daß sie gut bleibt. Die Nach= richt daß Du [roman:] Hannchen Sch. [/roman] auf einige Zeit zu Dir nehmen willst hat mir auch Freude gemacht. Es ist mir eine Art von Beruhigung Dich etwas weniger einsam zu wissen, u. ist [roman:] Hannchen [/roman] noch immer das gute, willige Mädchen von früher, so hoffe ich auch daß Du Nutzen von ihr haben u.
