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Transcribe Page - August Stockebrand to Bernard Rustemeyer, December 1, 1922

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kommen, die Arbeitslosigkeit tritt jetzt hervor da wird der eine den anderen noch totschlagen was ich glaube bestimmt nicht ausbleibt es ist in diesem Jahr ein Glück gewesen das die Kartoffeln gut gewesen sind und ich glaube sonst wären die Arbeiter aus der Industrie schon bei uns auf die Dörfer zum Plündern gekommen, wenn der liebe Gott solches bloß verhüten wollte, wir sind auf das Schlechte gefaßt. Was nun die Kleidung anbelangt so will ich davon heute schweigen Preise in das unendliche, denn das schlimmste ist bei den armen Leuten die Wäsche, tausende von Kindern in den Hütten haben schon lange kein Hemd mehr am Leibe nun ich will aufhören ich mag dir das jetzt nicht ganz schlecht machen, lieber Bernhard. Euch allen lieben geth es ja gut, wie würde ich mich mal freuen wenn Josef Anton Ferdinand mal von sich hören ließen, veranlasse du mal daß der eine oder andere mal schreibt ich will Euch nicht anbetteln, wir haben noch Lebensmittel und was wir nicht haben lässt sich entbehren, ich habe gerne eine Cigarre, oder Feife Tabak geraucht die letzten Monate sind derartige Sachen um das Hundertfache gestiegen und etwas Rauchbares nicht mehr zu haben. Das meiste was wir haben ist Papiergeld da fehlt es nicht an. Gold und Silber ist nichts wehrt wer sich mehr zurückgelegt hat, nun was soll ich jetzt noch schreiben ich will erst mal aufhören da meine Augen es nicht mehr wollen und können, mein schlechtes Schreiben muß du bitte entschuldigen.


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