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Transcribe Page - August Stockebrand to Bernard Rustemeyer, December 1, 1922

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dort in diesem Jahre keine Lebensmittel bekommen dann ist eine Hungersnot wohl nicht mehr abzuhalten, bei dem hohen Dollarstand ist es nicht möglich von Amerika etwas zu kaufen unser Geld gilt fast nichts mehr du kannst es ja berechnen heute schon hungern Tausende in den Städten und wie die Zeitungen berichten sind schon viele am Hunger gestorben Nachstehend nun so einigermaßen die Preise von hier 100 # Weizen kosten z. Z. 15, 000 Mark Rogen 13, 000 ebenso Hafer und Gerste, und dann ist die Ernte in diesem Jahr so schlecht gewesen wie in meinem Leben noch nicht der Weizen und Roggen und Gerste sind im vorigen Winter mehr als die Hälfte ich übertreibe es wohl nicht wenn ich sage zu 2/3 erfroren und der Hafer konnte im Frühjahr in folge der Kälte und trockenheit nicht aufgehen sodaß im Juni noch fast nichts zu sehen war und zudem ist selbiger auch noch fast gänzlich diesen herbst verregnet. Das arme Vieh muß fast Mist fressen, also von August bis heute immer noch jeden Tag fast Roggen ich kann dir sagen lieber Vetter es sieht mehr als trostlos aus, ich bin immer wohl der erste im Dorf der die Bestellung von Weizen, Roggen und Gerste fertig hat, aber bis heute habe ich die Hälfte meiner Länder noch nicht bestellt was nun auch wohl nicht mehr geth weil immer noch nichts anders als Roggen und <illegible> von Tag zu Tag was soll das noch nächstes Jahr werden wie gesagt wenn Amerika nicht hillft, dann sind innerhalb Jahresfrist Tausende verhundert nun unsere heutigen <?fast?> und Fleischpreise 100# Schweinefleisch Lebensgewicht kostet heute schon 50 000 Mark und mehr ein # Rindfleisch 400 Mk 1 # Butter 15 00 Mk und so alles andere, dementsprechend ich wollte dir selber nicht gerne schreiben da ich weiß daß es dir am Herzen weh tut das ehemals schöne Deutschland ist erledigt, und was mag nun noch alles kommen


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