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Transcribe Page - Theodor Engelmann to Margarethe Hilgard, January 21, 1837

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Theodor Engelmann to Margarethe Hilgard, January 21, 1837, p. 2 - image of

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[page 2] In meinem äußern Leben hat sich seit meinem letzten Schreiben manches geändert. Ich hab die Wohnung, welche ich mit H=Georg gemeinschaftlich inne hatte, verlassen, u. habe mir eine andere gewählt in dem Lokale der Expedition des "Anzeiger des Westens", der deutschen Zeitung, welche hier erscheint. Ich that diesen Schritt nicht, weil ich mit Georg nicht auskommen konnte, sondern weil wir beide glaubten, daß diese Veränderung mir dienlich u. meinem Geschäfte sein könnte. Der Redakteur der Zeitung W. Weber ist auch ein alter Universitätsfreund von mir. Mein Geschäft verbessert sich zwar immer, aber doch nicht viel mehr, als daß es immer gleichen Schritt mit den steigen- den Ausgaben halte. Seit Anfang des Jahres habe ich noch ein anderes Geschäft übernommen, das ohne mir viele Mühe zu machen, mir ungefähr $200 jährlich einbringen wird.Es ist dies die Besorgung der Bibliothek einer amer. Privat- gesellschaft. Ich habe diese Bibliothek, welche nicht mehr als 3000 Bände zählt, in mein geräumiges Zimmer genommen, u. habe keine andere Verbindlichkeit, als den Eigenthümern die Bücher zu geben, welche sie verlangen, u. über das richtige Zurückbringen zu wachen. Es kommen vielleicht zwei oder drei Personen täglich, die mich in Anspruch nehmen; dabei habe ich den Vortheil der freien Benutz- ung, u. habe meinen Spaß an den Büchern um mich her. Wegen meines großen Eifers für die Bibliothek hat man mich sogar unentgeltlich zum Miteigenthümer gemacht. Du siehst mein Zimmer auf drei Seiten mit Büchern gestellt u. Büchern geschmückt; daneben knakt eine schöne Uhr, die zur Bibliothek gehört, ihren taktfesten Gang, u. einige Termometer u. Barometer reichen auch mir hin, deren Steigen und Fallen ich dreimal täglich beobachte u. aufschreibe. Ich thue dies für u. als Mitglied der naturwissenschaftlichen Gesellschaft welche sich kürzlich hier gebildet hat. Wie ich, oder mit welchem Recht ich, Mit- glied einer solchen Gesellschaft geworden bin, kann ich selbst nicht sagen, aber ich bins. Du siehst hieraus, liebe Schwester, daß ich mit Amerikanern immer mehr bekannt werde. Einestheils ist dies zu meinem weiteren Fortkommen ebenso nothwendig, als es für das Leben unter ihnen angenehm ist; u. anderntheils hat es auch wieder vieles Interesse, einzelne Personen näher kennen zu lernen wie durch Vergleichung mit der Masse des Volkes, sich ein Vortheil


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