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Transcribe Page - Theodor Engelmann to Margarethe Hilgard, January 20, 1836

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Theodor Engelmann to Margarethe Hilgard, January 20, 1836, p. 3 - image of

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[page 3:]

Es scheint mir hier fast nothwendig, Einiges über die Art meines Geschäftes hier in St. Louis beizufügen. Denn nach deinem Briefe kommt es mir vor, u. durch Eduard wird es mir bestätigt, daß die gedruckten Anzeigen in englischer u. deutscher Sprache, die ich hier verbreitete, u. von welchen ich Exemplare an deinen Hilgard u. Kirchweger absendete ebenso wie ein Brief an letzteren, worin ich ihn ersuchte, eine beigefügte Anzeige meines Geschäftes in einigen verbreiteten Blättern erscheinen zu lassen, den Ort ihrer Bestimmung nicht erreicht haben.- Hier im Westen muß St. Louis als der Sammelplatz der Deutschen betrachtet werden; hierher nimmt der Einwanderer zunächst seinen Weg, u. von hier aus macht er seine Ausflüge in das Land u. sucht sich den Ort seiner Niederlassung; hirher kehrt er wieder zurück, um den größeren Theil seiner Lebensbedürfnisse ein- zutauschen, u. seine Produkte abzusetzen, u. durch St. Louis nur wird seine Verbindung mit der übrigen Welt erhalten; hirher kehren Viele wieder von dem Lande zurück, um den Landbau gegen ein anderes bürgerliches Gewerbe zu vertauschen. Man findet hier jetzt Deutsche Handwerker jeder Art, u. ich glaube fast ebensoviele als Amerikaner an deutschen Handlungen jeder Art, an Gast= u. Trinkhäusern ist kein Mangel, u. täglich fast erheben sich neue; u. die Zahl der Deutschen Taglöhner, Knechte u. Mägde wird die jeder andern Nation, selbst der freien Schwarzen, gewiß weit überschreiten. Dies berücksichtigend kamen wir, d.h. Körner u. ich, überein, daß hier Jemand werde ganz anständig davon leben können, wenn er es sich ausschließlich zur Aufgabe mache, der Vermittler in Geschäften zu sein, die Deutsche u. Amerikaner mit einander haben; u. es brachte auch dies zum Entschluss, hier ein "Agentschafts= u. Erkundigungsbüreau" zu errichten.- Ich zog hirher; mein ganzes Capital bestand in Deckers Pferd, das seiner Unarten wegen verkauft werden mußte; ich verschacherte es für 30 Dollar, obgleich Decker 60 dafür bezahlt hatte, miethete mir ein gelegenes Zimmer, ließ Bekanntmachungen ergehen, u. fing eben guten Muthes mein Geschäft an. Die Ausgaben waren allerdings weit größer, als ich vorausgesehen hatte; ich war manchmal recht in der Klemme, aber ich paukte mich durch, u. sehe jetzt beim Jahresabschluss, daß ich doch schon nach u. nach ziemlich viel verdient habe, wenn schon meine Schulden immer noch höher stehen. Dafür vermindern sich meine Ausgaben bedeutend, je mehr mein Geschäft in Gang


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