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Transcribe Page - Charlotte Engelmann to Margarethe Hilgard, December 3, 1833

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Charlotte Engelmann to Margarethe Hilgard, December 3, 1833, p. 3 - image of

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[page 3:]

die Erklärung dieses Vergehens, ein rechtes nettes Briefchen, recht gut geschrieben um und in allem Ernst wir überlegten alles auch ganz ernstlich, es gebe ein gutes Etablißement in [roman:]St. Louis[/roman], Ludwig der der sehr auf Carolines Unternehmen rechnet, wolte dann durchaus nichts davon hören, Er meinte der Doctor wolle einen Zukerladen in [roman:]St. Louis[/roman] anlegen - Es ward viel gesprochen, gedacht u. gelacht - und endlich schrieb Caroline mit Josephinens Hulfe einen Brief, der den Unglücklichen anstadt Ihm das Ende seiner Hoffnungen zu zeigen, eilends noch einmal hierher führte, Er kam gerade mit deinem Briefe an, ach denke dir unser Entsetzen, Caroline machte gerade Würste - und nachdem Er dann eine Nacht auf der Obern Farm bei den jungen Leuten geschlafen hatte, u. etwas ausgefroren worden war, da diese Nacht sehr kalt war, u. der Wind sehr durch die Wende [Wände] zieht, mußte Ihm Caroline noch einmal erklären, mündlich daß Sie Ihn recht wolle - ich stand viel mit Josephine aus die imer lauschen wollte u. an der durch= sichtigen Lattenwand die die Zimmer trennt sieht man doch alles durch - Als nun alles in der Änderung war, ward der Tag noch Vergnügt hier gebracht, Wolf Dilg Ledengenber Eduart u. Theodor kamen des Nachmittags vieles aus deinem Brief ward vorgelesen, ich war zu sehr aufgeregt von den Briefen und hätte diesen Tag lieber keinen Menschen gesehn - Luthy blieb noch bis Montag morgens, wo Er uns in seinem Schäschen [FOOTNOTE: ein Schäme ist ein Kinderwagen um Speyer] noch bis an das Mittinghaus, wo wir in die Schuhle gingen, fuhr und herzlich Abschied nahm, Er war munterer wie die ganze Zeit, u. erzählte und das Er nicht zu den Amerikaner als Arzt gehe, daß Er durchaus das Englische nicht lernen könne, u. wenn doch ein Amikaner sage Er imer ich noting Docter - sonst ist Er aber wirklich ein junger Artiger braver Mensch - doch eins soll ich auch Erzählen wie Es mir erging, und denke dir noch dazu mit einem Polen! mit einem Hauptmann der Lenkeisen, allein leider haben wir bis jetzt sehr sehr trauriche [traurige] Erfahrungen auf der Weise mit den Polen gemacht es ist unser Trost daß die gescheiden [ggf. gescheiten] und braven unser Vaterland, u. die Hoffnung das ihrige wieder zu gewinnen noch nicht aufgegeben haben; Wir hatten schon früher, durch H Friedrich einen jungen mehr Intressant wie angenehm in seinen Erscheinung Deutschen gehört daß ein Pole zu uns kommen wolle - Körner ritt mit H. Friedrich diese waren schon früher Freunde bis Bellevill[e] entgegen, allein er kam Erst Dienstags Montags, gerade als wir aus der Schule kamen, wohin uns Luthy gefahren hatte - Er begrüßte uns mit den Worten ich bin ein Pole, und diese so lange nicht gehörten Thöne [Töne] bewegten uns natürlich sehr, wir aßen Mittag wo Er uns durchaus bedienen wollte, u. sogleich sehr artig war, uns mit 2 nsen (?) Perlen beschänkte et, Er hat nehmlich ein Wägelchen mit einem Pferd bei sich worin Er einen kleinen Stoor [Store] mitführt, der Ihm viel einträgt, so daß Er sich hier An= kaufen wolte, und einen Stoor anfangen, - Er Erzählte uns daß er Frankfurt, Mannheim, et. [etc] kennt viele die wir auch kennen, besonders ich, z..B Ema Morgenstern von der er eine sehr schöne Arbeit besitzt - Wir waren natürlich sehr froh ein mal wieder von allem waß uns so nahe lag, u. liegt sprechen zu können, obgleich uns seine Person in Art recht gefiel, sehr anmaßend, u. vorlaut - Er brachte mir

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gab ginct (?) mir Sie auch jetzt - und so schlage ich mich imer durch - nun muß ich schließen du bekomst von allen geschrieben, u. ich uberlasse es den anderen waß ich nicht berichte, damit es nicht so viele Wiederholungen (?) gibt mein lieber Fritz Grüße mit herzlicher Freundschaft u. wenn Er E [roman:]Linerky[/roman] (?) wieder schreibt soll er ihn meines fenten (?) ehrenden

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[FOOTNOTE: ein Schäme ist ein Kinderwagen um Speyer]

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