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Transcribe Page - Charlotte Engelmann to Margarethe Hilgard, December 3, 1833

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Charlotte Engelmann to Margarethe Hilgard, December 3, 1833, p. 4 - image of

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[page 4:]

denke dir! noch eine sehr nette Zeichnung u. ein geschrieben Blättchen von Abalonzkÿ dem russischen Prinzen den ich in Mannheim sonderbar kennen lernte [FOOTNOTE https://en.wikipedia.org/wiki/Obolensky] mit, in Cunnnatÿ hatte er es von einem andern Polen bekommen, der dort die Bakerrÿ erlernt, u. der es von Ab: zur Besorgung bekommen hatte, so kam es dann glücklich in meine Hände - ich freute mich sehr darüber - der Hauptmann beschenkte uns dann noch mit den polen Liedern die Er englisch u. deutsch auch in seinem Stoor hatt, doch ich kann diese Geschäfte nicht so ausführlich erzählen Sie dauerte 8 Tage, u. den ersten Abend trug Er mir aber schon Herz u. Hand an, waß mich sehr entsetzte, u. ich kaum begreifen konnte, ich erklerte Ihm ich befürchte durch solchen Leichtsinn auch wenn es blos Scherz seyn solte in seiner Achtung alles zu verliehren, allein Er Erklärte mir Leichtsinn nehme Er mir nicht übel - alles half nichts waß ich Ihm auch sagte, 8 Tage gab er die Hoffnung nicht auf, ich fürchtete mich endlich so vor Ihm daß ich nicht mehr aus dem Stübchen oben ginge, aber Er kam einmal gerade herein, were Er nicht ein Pole gewesen so were die Sache sogleich fertig gewesen, allein so konnte Ihm das Haus nicht verboten werden, um so mehr da Er ein verdienstvoller Offizier zu seyn schien, u. nicht mehr jung - Er hat 2 Orden, Er logierte sich 1/2 Meilen von uns in der Ochsen Mühl bei reichen Amerikanern ein, u. war dann den ganzen Tag da, wo er imer anders geputzt kam, da passierte waß ich mir nie als möglich gedacht hatte daß mir ein Leitnentaler (?) Schweizer bei Carl dem 10 ehmals besser gefiel wie ein Keckiesen (?) Hauptmann, Ledergerber war dies früher - dies ist ein hübscher junger Mann, sehr bescheiden u. angenehm im Umgange, der gefelligste und zuvorkommenste von allen jungen Leuten gegen uns und wir können Ihm wohl einen Freund nennen, obgleich Er nicht viel Kentnis in Wissenschaften ja garkeine so wie nicht in der Literatur besitzt, und die Unterhaltung sich mit Ihm immer nur auf die aller gewehlichsten Dinge beziehen kann, dabei dann nie von Politik - und sehr Launenhaft soll er auch seÿn, wie die anderen jungen Leute behaupten, was wir aber noch nie zu bemerken Gelegenheit hatten - Samstag war eine große Hirschjagd, wo Jacob den ersten Hirsch schoß - Ledergerber brachte Ihn noch in seinen Wägelchen spädt gefahren u. blieb mit H Dilg da übetrnacht, den andern Tag Sonntag kam der Pole in seiner prechtigen Polonäse mit den Ordensbändern, u. sah ganz Lunpig [lumpig] in einem alten Jagdroke aus - allein Er gefiel uns doch allen beßer - Sontag Abends fuhr Ihn Ledergerber dann auf die Mühle u. Montag kam Er um Abschied zu nehmen, diesen Tag gefiel Er uns am Besten Er war ein bischen ernsthaft, u. sprach recht uordentlich, wir baten Ihn sich in unserer Gegend an zu kaufen, waß Er aber jetzt nicht wolte, jedem Er sagte es mache Ihm zu viel Schmerz - Wir waren alle doch herzlich froh als er fort war - So lieb er uns auch sonst als Nachtbar gewesen wäre - doch nun genug von diesen Dingen, ich habe glaub ich schon zu viel davon geschrieben - Ein richtender Gegensatz zu diesen Geschichten ist Luannens u. Sophiens reine unschuldsvolle Liebe - es thut mir wohl ßie zu beobachten u. in Ihrem Glüke finde ich eine reine Freude, u. sogar bin ich ichig (?) u. zufrieden genug oft eine Wonne u. mancher heiligen Ernennung (?) zu finden, die mir die eignen Gefühle zurückführt, u. ich kann in Ihnen glücklich seÿn - doch öfter ach leider bin ich auch trübe u. sehr sehr traurig


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[FOOTNOTE Obolonsky: https://en.wikipedia.org/wiki/Obolensky]

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