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gar nicht weichen. Alles, was in meiner Umgebung
ich sehe und in die Hand nehme, alles erinnert mich
an mein liebes und treu besorgtes Malchen; an
alles knüpfen sich frohe, aber auch schmerzliche Er-
innerungen. Ich kann mich auch nicht einen
Tag von meinem Heim losreißen, mit unwider-
stehlicher Gewalt zieht es mich dahin zurück, zu den
Trümmern meines häuslichen Glücks. In dem
einen Jahre habe ich empfunden, was es heißt, ein
treues, emsiges und besorgtes Hausmütterchen
zu besitzen. Wie war meine Haushaltung frü-
her gegen heute! Um alles muß ich mich beküm-
mern und für alles sorgen. Meine Haushälterin
ist fleißig und reinlich, aber ganz, selbst in den aller-
kleinlichsten Dingen, unselbständig; zudem ist
sie recht launisch und bereitet mir damit manchen
Ärger. Deswegen empfinde ich so recht den Gegensatz
zwischen Einst und Jetzt. Eugenchen und unsere
Haushälterin stehen besser zusammen. Er macht
mit dem alten Frauchen, was er will. Es thut ihm
hübsch seinen Willen, und oft bin ich genötigt, ein-
