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selbst die in Rockenhausen, welche Bruderskinder vom Onkel waren, nicht vergessen, da wir Familienglieder doch in Frieden leben möchten. Was war unser Dank? Noch nicht einen Trauer= besuch hat Tante bei uns gemacht. So geht es im Leben, und doch heißt es im Sprichwort: Das Gute siegt! Hast Du schon etwas davon gemerkt?
Ich muß nochmals auf die Bestattung unsers lieben Malchens zurück kommen sowie was ich von Frau Daum, die in liebevollster Weise sich bei der tückischen Krankheit um unser armes Malchen an= nahm, erfahren habe. Heinrich sei uner= müdlich gewesen, bei Tag und Nacht sei er fast nicht vom Bette gewichen, und hat alles aufgeboten um sein liebes threues Malchen gesund zu pflegen. Wie viele Ärzte hat er consultiert, an wie viele geschrieben was sie nur wünschte schaffte er bei, und sie fühlte sich so glücklich in dieser zarten Fürsorge für sich, daß sie ganz ihr Leid
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Am meisten bewunderte ich den armen lieben Eugen, der sich so tapfer benahm und seinen armen, im Schmerz zerfliesenden Vater noch zu trösten suchte, daß nicht ihnen allen der liebe Gott dieses zuschicke, auch andre Menschen hätten Unglück zu tragen.
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