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darüber vergaß, und [s]ich immer besser wähnte, und neue Zukunftspläne entwarf. O welch ein Trost bei allem Unglück und herbem Weh, daß sie die ewige Trennung nicht ahnte, und sanft und süß in den Armen ihres geliebten Heinrich einschlief. Soll und wird es ein Ostern geben?! O, --- wer diese Frage be= antworten könnte!
Der wohl geschulte Liederkranz von Call= bach, trug am Hause das Lied vor: Über allen Gipfeln ist Ruh!
[Footnote: Song “Wandrers Nachtlied.” Composer Franz Schubert (1822/1827); author Johann Wolfgang von Goethe (1780).] [Footnote: Gesang-Verein Callbach 1864. In: Mayr, Georg (ed). Statistik der Vereine für Bildungszwecke in Bayern nach dem Stande des Jahres 1872. München: 1874, table I, appendix p.9. https://books.google.com/books?id=usUpAAAAYAAJ&lpg=PA9&ots=WLVTtv_67e&dq=callbach%20liederkranz&pg=PP5#v=onepage&q=callbach%20liederkranz&f=false ]
Lebewohl [insertion:](wurde auch meinem l[ieben]Kinde gesungen)[/insertion] auf dem Kirchhof, und von den vielen theilnehmenden Lehrern: Ich meine mich nicht zu irren, hier in diesem engen Hause
[Footnote: Possibly after Friedrich Schiller “Stumm und taub ist’s in dem engen Hause, tief der Schlummer der Begrabenen” . In: “Elegie auf den Tod eines Jünglings.”]
Mein lieber theuer Eugen! Ich versichere Dich unserer unwandelbaren Treue und Liebe. Bei mir, wie bei unseren beiden Mädchen. und so wäre es auch bei meinem armen lieben Philipp gewesen, so lange als eines von uns lebt, findest Du eine Heimath bei uns. Nun lebe wohl, meine armen müden Augen
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versagen ihren Dienst, denn es ist spät geworden. Nochmals – Lebewohl
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Hast Du meinen Brief welchen ich Anfang Dezember absandte erhalten?
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