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Transcribe Page - Heinrich Haas to Eugen Klee, January 14, 1900

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Heinrich Haas to Eugen Klee, January 14, 1900, p. 4 - image of

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[page 4]


er werde in dieser Winterszeit wohl viel zu thun haben. 1/2 Stunde saß er am Bett und unterhielt sich mit Malchen, das ganz munter war; ich fuhr mit dem Arzt nach Meisenheim, holte frische Arzneien, Jodpflaster und einen Gummi- ring, weil sich Malchen etwas aufgelegen hatte. Ich frug den Arzt, wie lange, denn der Zustand von Malchen noch dauern könne, er sagte, es könnten noch Monate vergehen. Als ich von Meisenheim zurückkam, half mir meine Mutter, Malchen das Pflaster auflegen, es stieg allein aus dem Bette heraus, verrichtete seine Notdurft und stieg auch wieder allein ins Bett; als ich es stützte, sagte es, glaubst Du, ich sei so schwach. Als es auf dem Gummiring saß, freute es sich sehr und war recht heiter, es hat überhaupt seinen Humor nie verloren. Ich lebte wieder neu auf und dachte, Ärzte sind Menschen und können auch irren. Wir unterhielten uns noch von unserem Garten hinter dem Hause, dem wir am Frühjahr in einen Zier- garten umwandeln wollten. Meine Mutter brachte eine Tasse Milch und ein Ei, was Malchen noch zu sich nahm; das war gegen sieben Uhr; ich legte mich nun auf mein Bett, das neben Malchens Bett stand, weil Malchen eingeschlafen war. Um 9 Uhr gab ich ihm zu erstenmale von der neuen Arznei, darauf verspürte es auf der Brust eine große Erleichterung, weil das Athmen etwas leichter war, um 11 Uhr erhielt es den zweiten Löffel voll und um 1 Uhr den dritten; als ich ihm diesen gegeben hatte, sagte es, Du glaubst gar nicht, wie mir die Arznei auf der Brust so leicht macht, setz dich ein bißchen her zu mir. Ich setzte mich auf den Bettrand und schlang den Arm um seinen Nacken; es saß im Bett und hatte den Kopf auf den rechten Arm gestützt. Wir sprachen noch von Deinem Fußbad, das es am nächsten Tage nehmen wolle, von Deinem 30. Geburtstag und von dem Zeitungsartikel darüber; es sprach noch von Deinem Briefe, den Du einstens aus dem Lazarethaus Germersheim geschrieben hättest, wie Du vor Hunger an dem Nachttisch genagt hättest und doch seist Du ein strammer Einjähriger ge-


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