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Die Tante war krank und ihre Tochter in Braklin mußte operiert
werden. Während ihres Schreibens muß sie Heimweh gehabt haben,
denn dies ersah ich aus ihrem ganzen Schreiben. O! dies möge doch
Niemand tun, sondern hübsch zufrieden sein. Geht es einmal nicht ge=
rade nach Wunsch, so ist es am besten, sich der schönen Hoffnung hin=
zugeben, daß es einmal wieder anders wird. Auf Regen folgt auch
wieder Sonnenschein. Ich freue mich unaussprechlich , daß ich Dich so
zufrieden und glücklich weis. So bleibe denn nur guten Muts
und gedenke gerne Deiner wackern Schwester unter
vielen herzlichen Grüßen und Küssen verbleibe
für heute u. immer Dein
Malchen
Lieber Eugen!
Deinem Wunsche entsprechend habe ich -mich-
sogleich Schritte gethan, um in den Besitz der von
Dir gewünschten Bücher zu gelangen. Ich habe
mich mit einer Handlung in Leipzig in Ver=
bindung gesetzt und dieselbe mit dem Zusam=
mentragen der Bücher beauftragt. Manche der
Bücher sind schwer zu beschaffen, aber die
Handlung hat das Versprechen gegeben, es an
der nötigen Mühe nicht fehlen zu lassen.
Bis jetzt sind schon 4 Werke zugegangen.
Ich beabsichtige, sämtliche Bücher, in einer
Kiste verpackt, Dir zugehen zulassen, denn unter
Kreuzband die Sendung einzeln abzusenden, geht
nicht bei allen Werken an wegen des großen
Umfangs und des bedeutenden Gewichts.
