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Transcribe Page - Heinrich Haas to Eugen Klee, January 10, 1898

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Jeder Mensch soll zufrieden sein und stets der Worte

gedenken: Ehre sei Gott in der Höhe, Friede auf Erden

ist den Menschen ein Wohlgefallen.


Lieber Eugen! Schon etwa 10 Wochen ist die Otterberger

Fabrik außer Betrieb steht daher still. Die Bellger sind

wieder in ihre Heimat gereißt und die Otterberger

Mädchen, welche an sie verheiratet sind mußten mit;

dies sei ein geheul gewesen. Auch Peter Hornef und seine

Frau Elise Kirchner mit Kindern sind nach Bellgien. In

allen Geschäften spüre man Rückgang. (Da verliehren

auch die Häuser sowie das Land an Wert.) Einige sind

ein bischen Wohlhabend, alle übrigen nur geringe Leute -

so spielt nun der Wenz die sonst so feinen Conzerte & Bälle. Wie

sich doch alles wendet. Eug. Heusser ist noch ledig. Anna

Demetz hat sich an Weihnachten mit Friedrich Crist-

andt Kgl. Eisenbahn-Betriebs-Werkmeist aus

Aachen verlobt. Bei uns ist noch alles recht guten Muts; wir sind

gesund und zufrieden; wir haben alles, was wir brauchen. An=

ders thust Du es nun einmal nicht als Deinen Neffen Eugen zu

erfreuen, wofür wir Dir natürlich einstweilen herzl. Dank

sagen. Heinrich lies Deine ganze Sendung 120 M. in die Spar=

kasse von Eugen fließen. Unser Eugen meinte altklug, daß er

alles Geld gut zusammensparen wolle, denn wenn sein Onkel kein

Geld mehr hätte, so würde er ihm die ganze Kasse schicken, vielleicht

auch bringen und Dich holen. Solche Einfäll von einem Kind von 8 Jahren.

Vor Weihnachten half er seinen Weihnachtsbaum selbst schmücken; es ist gar

nicht mehr möglich gewesen ihn noch länger an den Glauben des Christkind=

chens zu bestärken. L.E. Deine Drei Bilder, das Brustbild u. beiden Steh=

bilder (mit der Violine) stellte ich zu meiner Weihnachten umgeben der schönsten

Zimmerpflanzen was sich sehr fein ausnahm. Seit Du von Riese weg bist, schrieb ich nicht

mehr nach dorten; an Neujahr schickten sie uns eine feine Neujahrskarte mit ge=

trucktem Spruch Grüße u. Ihre. Namen. Ich werde nun meinerseits ein Briefchen

schreiben. Auch Heinrichs Tante schrieb einen Brief und eine Karte mit Spruch

und Lyra sehr schön.


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