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Transcribe Page - Klee family letter, November 12, 1894

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Klee family letter, November 12, 1894, p. 3 - image of

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[page 3] Mein lieber Mann befindet sich wohl, hat manchmal

recht viel zu thun & wir sehen seiner endlichen Anstellung,

die aber immer noch nicht kommen will als noch entgegen.

Einstweilen genießen wir täglich auf unsern Spazier=

gängen nach Tisch, das Beste Otterbergs, seine gute, kräftige

Luft & erfreuen uns an seiner hübschen Umgebung.

Wir haben kürzlich unsre Wohnräume vertauscht. Das Schlaf=

zimmer & zugleich Wohnzimmer ist eben das große Eckzimmer,

das Harmonium steht im kleinen, frühern Wohnzimmer &

im frühern Schlafzimmer stehen nur Schränke, da darselbe

feucht & ungesund ist. Im September war ich einige Tage mit

Bubchen in Landau, habe aber dort von Seiten meiner Stief=

mutter so schlechte Aufnahme gefunden, daß mir das Wieder=

kommen verleidet ist. Ich habe mir anfangs recht Kummer

darüber gemacht, doch mein lieber Mann & unser herzig Kind

machen mir das Vergessen leicht. Einen Freund hat sich

mein Mann hier nicht mehr angeschafft. Er geht nur Samstag

Abends & Sonntags aus & verkehrt da meistens mit den

Lehrern. Endres, Grob und Graf. Letzterer hatte kürzlich so sehr Streit

mit dem kath. Lehrer Grob, daß sie fast handgreiflich wurden.

Jetzt ist Graf wieder sob. Hrn. Endres erzählte ich einmal auf

dem Heimweg v. K‘lautern wie gut es Ihnen ginge & welche

Erfolge Sie hätten. Ich dachte, er kann es seinen Collegen sagen,

Ihren Aufenthalt jedoch verschwieg ich. Meiner Nachbarin,

Frau Becker & deren Mutter, die sich öfters bei mir nach Ihnen

erkundigten, zeigte ich einmal Ihre Bilder & erzählte auch

von Ihrem jetzigen schönen Lebenskreis. Sie waren sehr er=

staunt & Frau Becker wird schon für Weiterausbreitung

gesorgt haben. Zwischen Lehrer Wiebelt & Grob kam es zu

argen Reibereien & Grob wurde schließlich als Lehrer hier


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