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5.
Wenn ein Musikstück in C Dur steht, so hat die B Clarinette D Dur weil ihr Ton einen Ton tiefer ist als C; mithin muß sie einen Ton höher geschrieben werden. Eine F Clarinette hätte G Dur und eine Es Clarinette hätte A Dur Vorzeichnung.
Ein Musikdichter setzt sich seine Compo= sition in ein Clavierstimme mit der Baßstimme und durch diese zwei Stimmen findet er alles vorhanden, was er zu seiner Partitur braucht. Hat er nun die Piano= stimme vor Augen, so ist es ihm ja ein Leichtes wenn er für ein Instrument, welches ein Ton zu tief steht, einen Ton höher zu schreiben, also statt C Dur nun D Dur. Steht dagegen ein Instrument einen Ton höher, so muß er einen Ton tiefer schreiben also stat [sic] C Dur nun B Dur. So viel höher oder tiefer ein Instrument ist, als die Pianostimmung (C Dur) so viel tiefer und höher muß für es die Stimme sein. In der Pianostimmung müssen alle Stimmen überein kommen. Die Stim= mungabweichung der Instrumenten wur= de erfunden um dem Spieler alles zu er= leichtern und jeder Musiksetzer läßt sich auch dies gerne gefallen, damit sein Werk Bei= fall erhält - denn was zu schwehr [sic] ist will nie= mand kaufen.
Sieht man eine Ouverture in Partitur an, so glaubt man, daß es eine große Schwierig= keit mit den verschiedenstimmenden Instrumen= ten ist - und dies ist es auch - aber doch nicht so schwehr [sic] als man auf den ersten Blick glaubt, weil der Stimmenschreiber, der die Pianostimme vor sich hat, das Höher= oder Tieferschreiben zur Fertigkeit hat und nicht lange rechnen muß. Um dies recht zu begreifen, darf man nur an das Transponieren eines Musikstückes denken, das in C Dur steht und dieses Stück einen Ton höher oder tiefer, oder zwei Ton höher oder tiefer spielt. (Oder gar in allen Tonarten). Dadurch wird auch die Fertigkeit zur Stim= mensetzung erleichtert. Wenn es auch anfangs langsam geht, endlich geht es immer ge= läufiger. - Übung macht den Meister.
