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Transcribe Page - Eugen Haas to Eugen Klee, April 13, 1928

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Eugen Haas to Eugen Klee, April 13, 1928, p. 4 - image of

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am Nachmittag Ella Schäfer aufgesucht zu der sie lange nicht mehr gekommen ist. Ihr erinnert Euch an das Mäd= chen, vor dem Ihr s. Zt. gewarnt, daß Helenchen zu ihr gehe. Während andere Kinder mit einem Ball spielten, aß Helene ein Osterei. Ein Kind rannte an seinen Arm und Helenchen schüttete den Inhalt des Eies über sein hübsches neues Kleidchen, das ich ihm im Herbste zu 26 M gekauft hatte. Anstatt schnell heimzukommen, wusch sie die Flecken auf den Rat ihrer älteren Schulkameraden heraus und wollte das Kleid am Ofen trocknen. Das Kleidchen fiel auf den Ofen und verbrannte zur Un= brauchbarkeit indem es drei große Löcher bekam. Frau Schäfer, die nicht daheim war, brachte das Kleid und Helene stellte furchtbar an. Sie hatte großes Herzeleid. Wir empfingen sie ruhig und sachlich. Denn sie war durch den Verlust schon hart gestraft. Sie muß nun als Strafe Euch den Vorfall melden mit dem Hinzufügen, daß sie unartig war. Unsere zwei Dollar gaben wir zu dem ihrigen dazu als Grund= stock für ein neues Kleid. Den Rest muß sie dazusparen, indem sie auf Mitbringsel und sonstige Vergnügungen verzichten muß, wofür sie das dazu notwendige Geld in die Haussparkasse bekommt. Sonst ist Helenchen brav und ein gutes Kind. So hatte das Osterfest Freud und Leid, ach, so klein im Vergleich zum großen Weltengeschehen aber doch im Idyll eines Familienlebens von Bedeutung für die Entwicklung eines Menschenkindes.



am Nachmittag Ella Schäfer aufgesucht zu der sie lange nicht mehr gekommen ist. Ihr erinnert Euch an das Mäd- chen, vor dem Ihr s. Zt. gewarnt, das Helenchen zu ihr gehe. Während andere Kinder mit einem Ball spielten, aß Helene ein Osterei. Ein Kind rannte an seinen Arm und Helenchen schüttete den Inhalt des Eies über seine hübsches neues Kleidchen, das ich ihm im Herbste zu 26 M gekauft hatte. Anstatt schnell heimzukommen, wusch sie die Flecken auf den Rat ihrer älteren Schulkameraden heraus und wollte das Kleid am Ofen trocknen. Das Kleidchen fiel auf den Ofen und verbrannte zur Un- brauchbarkeit indem es drei große Löcher bekam. Frau Schäfer, die nicht daheim war, brachte das Kleid und Helene stelle furchtbar an. Sie hatte großes Herzeleid. Wir empfingen sie ruhig und sachlich. Denn sie war durch den Verlust schon hast gestraft. Sie muß nun als Strafe Euch den Vorfall melden mit dem Hinzufügen, das sie unartig war. Unsere zwei Dollar gaben wir zu dem ihrigen dazu als Grund- stock für ein neues Kleid. Den Rest muß sie dazusparen, indem sie auf Mitbringsel und sonstige Vergnügungen verzichten muss, wofür sie das dazu notwendige Geld in die Haussparkasse bekommt. Sonst ist Helenchen brav und ein gutes Kind. So hatte das Osterfest Freud und Leid, ach, so klein im Vergleich zum großen Weltengeschehen aber doch im Idyll eines Familienlebens von Bedeutung für die Entwicklung eines Menschenkindes.


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