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schaffen. Es ging uns – unausgesprochen zwar, aber doch in
den Augen gegenseitig zu lesen, auch etwas wie Reue
durch unsere Gedanken, daß vielleicht wir drei in unserem
Verhalten Euch gegenüber bei Euerem Hiersein zu weit gegangen
sind. Wie schön wäre es, könnten wir gemeinsam an
diesem Grabe stehen! Vielleicht macht die Zukunft doch
wieder gut, was jugendlicher Leichtsinn [insertion:]verdorben hat[/insertion], zermürbt durch
durch den seelenmarternden Krieg, durch die Notzeit
unserer engeren Heimat, durch all das Geschehen in mei=
ner väterlichen Familie, das nach Verlust von Hab und
Gut, aber noch mehr nach Verlust des väterlichen Herzens –
[insertion:]mich[/insertion] fast an mir selber zweifelen ließ. Ich hatte kein Ver=
trauen zu niemand mehr, zu mir selbst nicht mehr und
klammerte mich fest an Weib und Kind – bereit dazu
mit ihnen gemeinsam Schulter an Schulter zustehen, um
das Leben zu zwingen oder zusammenzubrechen. Meine
Seelennot war groß, doch bin ich wieder Herr meiner
selbst geworden, nachdem ich unter das Kapitel
Callbach einen dicken Strich gezogen habe. Wenn ich heute
so über alles nachdenke, so muß ich mir sagen, daß diese
