Anna Oppenheim to Margarethe Raster and Hermann Raster, January 27, 1884, p. 3 - image of
« previous page | next page » |
To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).
You don't have permission to transcribe this page.
Current Page Transcription
gar nicht bewegen und geben mir die Ärzte auch wenig
Hoffnung, daß ich ihn wie früher werde gebrauchen können.
Wenn der Sommer erst da ist, soll ich zunächst eine längere
Cur in Wiesbaden gebrauchen und dann wahrscheinlich noch
eine zweite Cur durchmachen.
Grethchens Zustand beunruhigt mich sehr, ich sehe mit Sehnsucht einer Nachricht über ihr Besserbefinden entgegen und will wünschen, daß sie recht bald eintreffen möge. Adolph will noch einige Zeilen an Dich schreiben. Lebe wohl nun, lieber Raster, sei herzlich gegrüßt und laß recht bald wieder von Dir hören.
Grethchen und den lieben Kindern viele, viele Grüße
Anna
Dessau, 26/1. 84.
Ich kann doch nicht umhin, noch zu erwähnen, lieber Raster, daß, wenn O. in seinem Testamente bemerkt, ich hätte das Silber verschwinden lassen, ich nur in so weit von dem überflüssigen Silber (Leuchter, Küchenkörbe) verkauft habe, als ich gebrauchte, um den Kindern die nothwendigen Kleidungs= stücke anzuschaffen, nachdem er mir die Mittel dazu entschieden
