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wie dito eins neben dem Schneiderzimmer). Alles mit zwei=
farbigem Holze bis zur Hälfte hinauf ausgelegt, so
daß die Wand nicht bespritzt wird. Neben der Küche ist
der Platz für den [roman:] furnace [/roman], den wir, da es ziemlich kühl
ist, noch heizen und so das ganze Haus warm haben.
Dann kommt Margarethens Zimmer mit Bettstelle, Wasch=
tisch u.s.w. Hinter der Küche ist die Waschstube (beides
mit brauner Oelfarbe gestrichen) mit drei festgemachten
Waschtuben, in d welche Röhren heißes und kaltes
Wasser führen. Hier endigt die Hintertreppe und führt
eine Thüre auf den Hof, der nur zum Wäschetrocknen benutzt
wird. Einen prachtvollen Stall haben wir mit Kutscher=
zimmer und dergl. und auch hier [roman:] water=closet [/roman] mit Wasser=
leitung. [sketch] Dies wäre Alles so ausführlich, wie ich es
beschreiben kann. Indessen, wenn es Euch nicht
genug ist, laßt Euch Sophiens Brief von meinem
Manne schicken, der noch ausführlicher darüber
geschrieben ist [insertion:] hat. [/insertion] Wir haben jetzt sehr viel zu nähen.
Für einen solchen Haushalt fehlt uns Vieles
und haben wir neulich für an 50 rt Leinen
und dgl. kaufen müssen, was wir uns zu Bett=
zeug u.s.w. verarbeiten. Außerden [sic] haben wir
beinahe nichts anzuziehen und da es nicht lohnt Sommer=
kleider zu denen der Stoff billig ist machen zu lassen, zu
so theurem Preise, so versuchen wir es selbst. Mein
Mann hat uns jeder zur Belohnung unserer Anstrengung
beim [Ziehen?] und mit dem Kind, für das wir zwei
Tage kein Mädchen hatten, zwei ganz egale, reizende
weiße Battistkleider geschenkt, die fix und fertig jedes
nur Dreizehn 13 rt kosten, aber ich möchte die Arbeit nicht
für 30 machen. Über und über mit Frisuren besetzt und
