Margarethe Raster and Gertrud Oppenheim to Anna Oppenheim, April 21, 1872, p. 4 - image of
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nehmen und dito Brunnen trinken,
um ein Wenig mehr Blut und Farbe
zu bekommen. Was das Kind betrifft,
so ist es ein recht zartes, aber hübsches
kleines Wesen, viel zarter als die
kleine, liebe Gertrud war. Wir werden
unserm armen kleinen Liebchen jetzt
einen Stein auf's Grab setzen lassen,
mit seinem Namen. Es war ein zu
niedliches Kind. Wir werden den klein
Edwin zum Sommer in kurze Kleider
stecken und giebt es so vollauf zu thun.
Daß Mathilde sich so amüsirt und wohl
bei Dir fühlt, freut mich unendlich. Wie
wäre dies auch anders möglich bei Dir.
Ich wollte ich wäre nur acht Tage an
ihrer Stelle, wir froh wollte ich sein!
Nur ewig währt es ja nicht! Ein Mal
muß doch die Zeit kommen, wo ich Dich
wiedersehen darf. Wie sehr ich dieselbe
herbei sehne brauche ich Dir wohl nicht zu
sagen. Doch was nützt es! Inzwischen nimm
die besten Grüße und tausend Küsse von Deiner
Margarethe
[text on top of page 4, written upside down:] Die ersten 14 Tage könnt Ihr von uns jetzt keinen Brief erwarten, aber dann sollt Ihr auch aus= führlich Alles hören. [/text on top of page 4, written upside down]
[text on top of page 3, written upside down:] Ueber die vielen neuen Verlobungen habe ich mich recht gefreut, besonders hat mich die diejenige Frl [Gurnow's?] [/text on top of page 3, written upside down]
[text on top of page 2, written upside down:] interessirt, da ich Herrn Ehmer auch kenne. - Soeben lese ich in der Zeitung, daß heute "Passah" beginnt und so wenig Interesse ich auch für diese Feiertage habe, werde ich doch vielleicht einmal in einen Tempel gehen, um einem hiesigen Gottesdienst beizuwohnen. [/text on top of page 2, written upside down]
