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Transcribe Page - Hermann Raster to Anna Oppenheim, June 10, 1870

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Hermann Raster to Anna Oppenheim, June 10, 1870, p. 5 - image of

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daß die Schwierigkeit leicht durch eine Zangenoperation zu be= seitigen sei, daß aber dabei der sehr schmale Damm möglicherweise zerreißen könne. In Hinblick auf diese Gefahr wurden nun die Bemühungen, durch die natür= liche Triebkraft der Drangwehen zum Ziele zu gelan= gen, fortgesetzt, bis sich zeigte, daß die Kraft die= ser Wehen nicht mehr ausreichte, um die geringste Än= derung zu bewirken. Nun, da die Frage anstand ent= weder Zange, oder Entfernung (Tötung) des Kindes entschied der Arzt für ersteres und da Gretchen in all ihren Schmerzen mit grenzenloser Liebenswürdig= keit und Folgsamkeit allen Weisungen gehorchte, war die Sache binnen wenigen Minuten abgethan.

Damit war auch aller Jammer au= genblicklich vorbei. Die kleine Creatur führte sich mit dem üblichen Schrei in die Welt ein und Gretchen lag, halb betäubt von dem jähen Wechsel zwischen höchstem Schmerz und freudigem Behagen, still lächelnd, mit ihren hübschen rothen Backen, wie ein kleiner Engel da. Nachgeburt pp waren in wenigen Secun= den erledigt, der Nabel unterbunden pp - Das Kind, sau= ber gemacht u. gekleidet, imponirte durch die kecke Drei= stigkeit des Umblickens mit seinen schwarzen Au= gen, die so anständig u. selbstbewußt in die Welt blickten, als ob die Kleine eine Emancipirte wäre, und der Kopf präsentirte sich als ein Urwald von schwarzem


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