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Was die täglichen Nachrichten betrifft, mein liebstes Muttchen,
so brauchst Du Dich nicht zu ängstigen, da ja doch das Schiff
nur aller drei Tage geht und wir nicht öfter, als zweimal
in der Woche schreiben können. Sei nur unbesorgt ich bin
in guten Händen und was Menschenhülfe dabei thun kann,
geschieht auf's Ausreichendste. Meine Sehnsucht nach Deiner
liebevollen Pflege, mein Geliebtes, bleibt dabei immer
dieselbe und der Gedanke an die Unmöglichkeit der Erfüllung
eines solchen Wunsches bringt mich darüber hinweg.
Was Fränkels betrifft, so erhielt ich von Greten neulich ein Paar Zeilen, bin aber jetzt durchaus nicht in der Lage sogleich antworten zu können und wird wohl darüber eine ziemlich lange Zeit vergehen. Inzwischen meinen Gruß an Alle. Otto Sommer hat, wie ich glaube eine ganz gute Stelle und hat mein Mann ihm die [?] Nachricht auf gutem Wege zu kommen lassen. An ein Zurückkehren denkt er glaube ich nicht, dazu sieht er mir zu "veramerikanisirt" aus. Daß der [roman:] Candy [/roman] nicht angekommen ist mir ein Rätsel, da [Spier?] geschrieben, daß er ihn von Berlin abgesandt und hoffe ich, daß Ronder bald zurückkehrt und uns selbst benachrichtigt, warum er die uns erwiesene Gefällig= keit so schlecht ausgeführt. Ach! mein Mann
