Margarethe Raster and Hermann Raster to Anna Oppenheim, March 16, 1870, p. 2 - image of
« previous page | next page » |
To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).
You don't have permission to transcribe this page.
Current Page Transcription
ausgezeichnet unterhalten, unendlich viele Bekannt- schaften gemacht, sehr gut gegessen und zuletzt bei einer Flasche Champagner mit meinem Manne und Horwitz alles Gesehene besprochen. Um 2 Uhr kamen wir nach Hause. Am andern Tage war ich nicht wohl, hatte mich ein wenig erkältet und mußte im Bette liegen, nachdem ich aber ein heißes Bad genommen und in wollene Decken geschlagen naß wie eine Katze in's Bett getragen war, und 3 Stunden geschwitzt hatte war ich wieder hergestellt und wenige Tage darauf so wohl, daß ich meinen Mann auf einen ganzen Tag beinah drüben besuchte und mich zum Mittagbrode bei ihm einlud. Abends gingen wir in's Theater das ein deutscher Verein jetzt gegründet und sahen: Rezept gegen Schwiegermütter und Englisch!! ausgezeichnet gut aufführen. Am Sonnabend war ein Herr bei mir der sich als Verwandter entpuppte Julius Oppenheim mit Namen, der erst bei meinem Manne gewesen, da er sich erkundigen wollte, ob es ihm auch lieb sei, wenn er mich
