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[roman:] Nord [/roman] in Bremen geprellt worden sind, findet an
Rohheit und Gemeinheit ihres Gleichen in Amerika nur
in den Gasthäusern für Einwanderer. Hier in Berlin soll
es nicht ganz so schlimm sein, doch fühle ich mich darüber
keineswegs sicher. In Verlegenheit komme ich nicht dadurch,
aber meine Vorstellung von dem Charakter der Bewohner
Deutschlands wird nicht gerade gehoben.
Mit dem Vater von Frau W. und seiner Frau habe ich heute lange und eingänglich die heim= liche Angelegenheit besprochen. W. hatte einen langen Brief hierher geschrieben, welchen mir der alte Hr. [roman:] Sch. [/roman] zu lesen gab; - auch eine Abschrift des unseligen englischen Briefes war dabei. Das ganze Schreiben war darauf berechnet (und dieser Zweck auch mit brutaler Plumpheit ausgesprochen) den Charakter der Frau W. so völlig zu ruiniren, daß kein gutes Haar auf ihr bliebe. Ich habe Hrn [roman:] Scheible [/roman] die Verhältnisse eingänglich geschil= dert und so weit sich bei seiner Einsilbigkeit beur= theilen läßt, ist von dem etwaigen üblen Eindruck, welchen W.'s Brief auf ihn gemacht haben mag, wenig, oder nichts übrig geblieben. Doch zeigt er sich entschlossen, sich auf keine Weise in die Sache einzumischen. - In dieser Beziehung als Rathgeber für ihn aufzutreten, dazu habe ich selbstverständlich keinen Beruf; indessen werde ich
