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trat am Sonnabend früh in Brooklyn ins Frühstückszimmer, als
eben der Kaffee aufgetragen ward. In diesen Tagen reist
meine Frau auf einige Wochen zu ihrem Vergnügen nach New
York zu ihrer Schwester, und ich glaube kaum, daß uns das
auch nur so viel Trubel macht, als Euch Eure kleine Harz=
reise. Warum sollte es auch? Der Eisenbahnwagen, welchen
man auf der ganzen Fahrt nicht zu wechseln braucht, ist wie
ein eleganter Salon eingerichtet. Man sitzt an einem
Tische für sich oder mit seinen unmittelbaren Reisegefährten
(nie mit beliebigen Fremden), kann, wenn einem das
Gehen [insertion:] Sitzen [/insertion] zu viel wird, im Mittelgange auf u. abgehen, oder
sich auf die Platform hinausstellen; braucht nur einen Hahn
zu drehen, um ein Glas Eiswasser zu haben. In einem
Winkel des Salon steht ein eleganter marmorner Wasch=
stand, über welchem ein Wasserkrahn befindlich; in einem
andern befindet sich ein elegantes geheimes Cabinet
nebst einem Vorgemach, in welchem Damen Toilette machen
können. Will man noch andere Erfrischungen, als die mitge=
brachten, so bringt sie ein Kellner freilich nicht zu billigem
Preise, doch das muß man sich auf Reisen schon gefallen
lassen. Kommt endlich der Abend heran, so hebt der Hausknecht
die Sitze aus und klappt an ihrer Statt bequeme Betten
herunter, in denen man, durch schwere Damastvorhänge
