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Transcribe Page - Hermann Raster to Askan Raster, May 14, 1852

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Hermann Raster to Askan Raster, May 14, 1852, p. 8 - image of

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nachdem ich gleich in den ersten Tagen nach diesem erhabenen Naturwunder gefahren war, fand ich bald, daß meine Casse keine große Reise nach Westen aushalten würde & ich entschloß mich kurz & gut lieber am Orte zu bleiben & nach einer Beschäftigung zu suchen. Eine solche fand sich nicht leicht, doch endlich. Der Redakteur des dortigen deutschen Tagesblattes „[roman:]Buffalo Demokrat[/roman]“ der sehr mit Geschäften überhäuft war, nahm meihn Anerbieten ihm für ein Billiges auszuhelfen, an, nachdem er sich von der Mäßigkeit meiner Bedingungen überzeugt hatte. Ich trat also ein & war binnen wenigen Tagen einziger Redakteur, Vormann in der Druckerei & alles mögliche, eine Art von Faktotum. Das Schrift= setzen lernte ich spielend & so bald, daß ich jetzt, wie ich glaube, zur Noth im Stande sein würde, mir da= rauf eine Existenz zu schaffen. Ich hatte das Ver= gnügen zu sehen, daß unter meiner Leitung die Zeitung sich zusehends hob, nach außen an Ansehen gewann und nach innen, was die Hauptsache ist, die Zahl seiner Abonnenten vermehrte. In der Stadt selbst war ich bald heimischen, machte manche liebe Be= kanntschaften, wirkte in Vereinen & in einer Lieb= habertheater Gesellschaft (trat unter andern öffentlich auf in Schillers Kabale & Liebe als Sekretair Wurm & erwarb mir darin außerordentlichen Befehl) kurz führte ein in äußerer Beziehung ganz behagliches Leben, dem freilich die Hauptsache abging, nämlich meine Frau. Die Abwesenheit von dieser brachte mich doch fast fortwährend in eine in eine gar trübe Stimmung & oft verfiel ich in förmlichen Tiefsinn, der sich bis heute immer nur verstärkt & mir mein Leben über das ich sonst gar nicht zu klagen hätte, sehr, sehr verbittert hat; doch das sind eben Leiden die mit dem Ehestande verbunden sind; sie haben mich manchmal mit Sehnsucht an die glückliche Zeit des Junggesellenlebens zurück denken


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