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nachdem ich gleich in den ersten Tagen nach diesem
erhabenen Naturwunder gefahren war, fand ich bald, daß
meine Casse keine große Reise nach Westen aushalten
würde & ich entschloß mich kurz & gut lieber am Orte zu
bleiben & nach einer Beschäftigung zu suchen. Eine solche
fand sich nicht leicht, doch endlich. Der Redakteur des
dortigen deutschen Tagesblattes „[roman:]Buffalo Demokrat[/roman]“ der
sehr mit Geschäften überhäuft war, nahm meihn Anerbieten
ihm für ein Billiges auszuhelfen, an, nachdem er sich
von der Mäßigkeit meiner Bedingungen überzeugt
hatte. Ich trat also ein & war binnen wenigen
Tagen einziger Redakteur, Vormann in der Druckerei
& alles mögliche, eine Art von Faktotum. Das Schrift=
setzen lernte ich spielend & so bald, daß ich jetzt, wie
ich glaube, zur Noth im Stande sein würde, mir da=
rauf eine Existenz zu schaffen. Ich hatte das Ver=
gnügen zu sehen, daß unter meiner Leitung die
Zeitung sich zusehends hob, nach außen an Ansehen
gewann und nach innen, was die Hauptsache ist,
die Zahl seiner Abonnenten vermehrte. In der Stadt
selbst war ich bald heimischen, machte manche liebe Be=
kanntschaften, wirkte in Vereinen & in einer Lieb=
habertheater Gesellschaft (trat unter andern öffentlich
auf in Schillers Kabale & Liebe als Sekretair Wurm
& erwarb mir darin außerordentlichen Befehl) kurz
führte ein in äußerer Beziehung ganz behagliches
Leben, dem freilich die Hauptsache abging, nämlich meine
Frau. Die Abwesenheit von dieser brachte mich doch
fast fortwährend in eine in eine gar trübe
Stimmung & oft verfiel ich in förmlichen Tiefsinn,
der sich bis heute immer nur verstärkt & mir mein
Leben über das ich sonst gar nicht zu klagen hätte, sehr,
sehr verbittert hat; doch das sind eben Leiden die mit
dem Ehestande verbunden sind; sie haben mich manchmal mit
Sehnsucht an die glückliche Zeit des Junggesellenlebens zurück denken
