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Transcribe Page - Hermann Raster to Askan Raster, May 14, 1852

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Hermann Raster to Askan Raster, May 14, 1852, p. 6 - image of

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nennen würde. Besonders werth ward mir die Familie des Advokaten [roman:]Garritson[/roman], der mich auch spielend in die geheimsten Gänge der (sehr complicirten & auf lauter Persönlichkeiten beruhenden) amerikanischen Politik ein= weihte. Er selber war Abgeordneter in der Gesetzgebung des Staates Pennsylvanien, ein Staat, der, wie Dir die Geographie sagen wird, ungefähr halb so groß ist, wie das Königreich Preußen. [roman:]Garritson[/roman], der gleich= falls ein Freigeist oder, wie man es hier nennt, ein Ungläubiger war, hatte stets mit besonderm Interesse die Bewegungen der deutschen Philosophie seit [roman:]Hegel[/roman] verfolgt, obschon er dieselben nur nach höchst unvollkommenen Bruchstückweisen Uebersetzungen beurtheilen mußte. Er ergriff jetzt die Gelegenheit sich durch mich näher damit bekannt zu machen, und ich that das gern denn ich hatte einen gelehrigen Schüler und gewann außerdem am meisten an Verbesserung im Englischsprechen. Ganze Sonntage Nachmittags ver= brachten wir im dichten Gebüsch vor den heißen Strahlen der Herbstsonne geschützt auf einem alten Baumstumpfe sitzend oder im üppigen Grase lagernd mit philosophischem Gespräch. Ich will dabei beiläufig bemerken, daß ich von Anfang an große Bewunderung wegen meiner reinen Aussprache des englischen erregte, die mir gegenüber der plumpen, vierschrötigen Aus= sprache, womit man h gewöhnlich die Deutschen, selbst die gebildeten das Englische verhunzen, sehr als Ver= dienst angerechnet wurde. Erinnere Dich wie sehr ich stets auf eine reine Aussprache hielt. Nun ich kann jetzt aus Erfahrung wiederholen, daß man in dieser Beziehung nicht pedantisch genug sein kann. Alle die feinen Unterschiede, die ich Dir so oft auf meinem Zimmer in [roman:]Dessau[/roman] vorgekäut habe, werden hier mit großer Strenge gemacht & Herr [roman:]D. Corte[/roman] z.B.


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