• Contributor Login
  • Transcriber Login
  • Register as a Contributor
Menu
  • german heritage in letters logo
  • News
  • Share Your Letters
  • Help Transcribe
  • Explore Collections
  • Browse Letters
  • Search

Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Hansen Taylor, March 24, 1864

Log in to Scripto | View item

http://germanletters.org/plugins/Dropbox/files/Taylor_0241_0002.jpg - image of

« previous page | next page » |

To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).

This item is editable!

Current Page Transcription

[page 2, left-hand side of sheet 2]

zum Geschenk bestimmt haben, weißt Du schon, nur ein paar Blümchen, in unserem Gar=ten gepflückt, lege ich bei, wie gerne ich Dir einen Geburtstagstisch aufgeziert hätte, das brauche ich Dir wohl nicht zu sagen. Recht leid ist es mir, daß diese Zeilen erst nach Deinem Geburtstag in Deine Hän= de kommen, im Geräusch der letzten Wochen hatte ich nicht daran gedacht, daß Dein Geburtstag schon so nahe ist, u. erst heute morgen fiel mir schwer auf die Seele, daß ich es versäumt zur rechten Zeit zu schreiben. Daß Lilian wieder ganz wohl ist, freut mich sehr, ich bin die ganze Zeit in Sorge um sie ge= wesen. Ich lege 2 Photographien für ihr Album bei u. bitte Dich ihr zu sagen, daß die Großmama Han= sen sie schickte zur Belohnung für ihr fleißiges u. gutes Rechnen. Wie gerne hätte ich sie zur Hoch= zeit mit hier gehabt, die Kinder waren so vergnügt, auch Euerer ist so viel gedacht worden u. viel habe ich Euch zu uns gewünscht. Hans kam am Pfingst= heiligabend, den ersten Feiertag waren wir bei Buflebs zu Tische, recht vergnügt, den zweiten aßen Wilhelms u. Winneckes, die nur einen Tag sich hier aufhielten, bei uns, den dritten fuhren wir auf den Wald, den Ida so sehr gerne noch einmal sehen wollte, Wilhelm u. Ida fuhren mit, der liebe Vater, der sich aus solchen Turen nicht viel macht, blieb zu Hause. Zuerst fuhren wir nach Friedrichroda u. be= suchten Keils einige Augenblicke, dann fuhr ich mit Emma u. Lina nach der Tanzbuche u. die andern gingen auf dem Schaumburgsweg dahin, dort tranken wir Kaffee, fuhren nach dem Ibelberg, wo alle ausstiegen, bis auf Lina u. ich u. gingen vom Ibelberg nach Hennebergs Mühle, wohin ich fuhr u. dort fast eine ganze Stunde auf die Gehenden warten musste, was um so unangenehmer war, da die Mühle fest verschlossen u. es trotz des schönen heiteren Wetters

[page 3, right-hand side of sheet 2]

empfindlich kalt war, mich durch Gehen erwärmen konnte ich auch nicht, dazu war ich viel zu angegriffen. Als endlich die andern, die sich verirrt hatten, höchst befriedigt von dem herrlichen, im Frühlingsschmuck prangenden Wald zurückkamen, fuhren wir weiter, suchten uns zwischen Tabarz u. Reinhardsbrunnen im Wald Plätzchen, wo wir Abendbrod nahmen u. fuhren dann zu Hause. Ida und Hans waren höchst glücklich über den Genuß dieser Tur u. so freuete ich mich denn ihnen denselben noch verschafft zu haben. den 25ten Mittwoch kamen die Eltern u. Geschwister von Hans, blieben Mittag u. Abend bei uns, nahmen aber Nachtquartir im Mohren. Donnerstag aßen sie wieder bei uns u. Abend war Pol= terabend, zu den [sic] sich wohl gegen 90 Personen eingefunden hatten, die alle sehr vergnügt waren u. mancher Scherz kam zur Aufführung. Zuerst brach= ten die Brautjunfern den Brautkranz, das Gedicht dazu habe ich selbst noch nicht gelesen, ich war eben nicht zugegen, wie es gesagt wurde, Ida hat es mitge= nommen, will mir aber eine Abschrift davon schicken, es sehr gut sein, von der Jakobi verfertigt. Von ihr ist außer= dem nichts zur Aufführung gekommen, über den Kummer, den sie über Adrian hat, dessen Zustand sich rasch verschlimmert u. wohl wenig Hoffnung giebt, ist ihr wohl die Lust dazu vergangen. Otto Madlung x) kam als Amor auf den [sic] Steckenpferd u. sagte sehr nette Verse auf, die Bezug auf seine u. Ida's Kinderjahre hatten. Herr Rothstein hatte auch ein sehr nettes Gedicht welches er theils laß, theils mit der Gesellschaft sang. Dann kam die Feuerwehr von Hamburg u. bot ihre Dienste dem jungen Paare an, mit fürchterlichen [sic] Lärm im Gallopp. Rudolph u. Fritz Henneberg brachten auch noch einige Scherze zur Aufführung. Bis gegen 2 Uhr wurde getanzt, Ida u. Hans waren beide sehr vergnügt. Freitag fuhren die Hamburger nach Tanz=

[footnote, written in pencil:] x) Später Geh. Med. Rath in Rostock, dann in Strassburg [/footnote, written in pencil]


Comments on This Page

[edit] [history]

Footnotes in pencil probably added later by another person

Transcribe What You See: As much as possible, transcribe the text as it appears on the page, including original spellings (even if they are incorrect/non-traditional) and keeping abbreviations as written. Insert a return at the end of each line as it appears on the page, and two returns for paragraphs. Transcribe the page in the order in which it was meant to be read: for example, marginal post scripts should be placed at the end of your transcription.

For more guidance, please visit our Scripto tips page.

Wunderbar Together logo
German Historical Institute logo

  • ©2021 German Historical Institute Washington DC. All rights reserved.
  • Privacy Policy
  • Impressum
  • Site by Artefacto