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Die Jakobi, Lulu Schwarz u. Tante Agnes haben sich sehr über Dein Buch gefreut u. danken herzlich dafür. Vor einigen Tagen bin ich auch einmal wieder bei Geheimrath Brauns ge= wesen, sie waren ziemlich munter, wagen aber noch nicht wieder die Luft zu riechen. Ich finde es schrecklich einen ganzen Winter durch in der eingeschlossenen Stubenluft zu leben. Ich war auch länger als 5 Wochen nicht aus den [sic] Zimmer gekommen u. bin dann doch an die Luft gegangen ohne Nachtheil davon gehabt zu haben, aber sie meinen das nicht wagen zu dürfen. Sie sind auch im höchsten Grade be= friedigt von Deinem Buche u. rühmen es aller Welt an. Meinen letzten Brief, in welchen [sic] ich anfragte, ob ich Dir einige Sachen auf direcktem Wege schicken darf, wirst Du hoffentlich erhalten haben u. mir ihn sogleich beantworten. Es währet immer so schrecklich lange, ehe ich eine Antwort auf einen Brief erhalte. Doch mehr liebe Maria kann ich Dir heute nicht mehr schreiben, die Feder will mir gar nicht mehr folgen, wohin ich sie haben will. Dein lieber Mann wird wohl schon lange wieder bei Dir sein, grüße ihn recht herzlich, auch Deine lieben Schwiegereltern u. Ge= schwister. Meine liebe Lili küsse herzlich von mir, ich schicke ihr einige Bilder u. wenn Ida noch einige Papierpuppen findet, auch diese. Der liebe Vater, der ganz munter ist sendet Euch die herzlichsten Grüße. Ich schließe mit dem Wunsche, daß ich bald gute Nachricht von Dir erhalten möge. Gott möge Euch behüten! Mit der herzlichsten Liebe Deine Mutter.
