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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Hansen Taylor, May 1, 1860

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[page 5]

Emma's Briefe sind oft sehr zerstreut geschrie= ben, zuweilen bin ich ganz traurig darüber, denn es kommt mir vor, als wenn Emma in geistiger Beziehung verkümmert, sie bedarf der äußerlichen Anregung u. diese fehlt ihr dort ganz. Seit voriger Woche ist Agnes Braun bei uns, sie ist noch ein sehr zartes Kind, scheint aber sehr gut u. willig zu sein, vielleicht wird es aber doch noch schwerer, als ich mir ge= dacht habe, für mich werden, für ihre praktische Ausbildung zu sorgen, gerade weil sie so zart ist, werde ich mich immer scheuen ihr viel zuzumuthen. Wenn ich reise wird sie so lange zu Agnes Braun kommen. Mit Ida ist sie sehr schnell bekannt geworden u. diese ist sehr froh über die Gesellschaft, die sie an ihr hat. Bei Geheimrath Brauns sind vorige Woche alle krank gewesen, sie werden vor lauter Aengstlichkeit immer doppelt kränker, als sie eigentlich sind. Betty geht es sehr gut hier, sie findet sich sehr gut in ihr Amt u. ich glaube daß die Alix eine sehr vor= theilhafte Aquisition an ihr gemacht hat, sie ist auch, wie ich höre, sehr wohl mit ihr zufrieden u. die andern Lehrerinnen mögen sie auch gerne, dennoch aber glaube ich, daß sie es für die Länge nicht leicht haben wird, mit allen gut zu stehen. Vorige Woche ließ Thiemmann bei mir anfragen ob der 1te bis 6te Band von Herders Werken etwa bei uns stehen ge= blieben wäre, da Du diese durch Westermann in Neu-York von ihm verlangt hättest. Ich habe ihn nachher selbst gesprochen u. er weiß nicht, ob Du oder Taylor dieses Werk bei ihm bestellt hat u. glaubt, daß Du die ersten 6 Bände schon früher von ihm bekom= men hättest u. daß sie sich wohl noch unter Deinen Büchern fin= den müssten. Sicher ist er aber durchaus nicht darüber u. ich bitte Dich auch deßhalb mir Auskunft darüber zu geben, die ich ihm dann gleich mittheilen werde.

Wir haben ein so kaltes Frühjahr, wie ich mir nicht zu er= innern weiß, kein Baum ist noch grün u. was an Frühlings= blumen herausgerückt ist, wird gelb von der Kälte.


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