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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Hansen Taylor, May 1, 1860

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[page 2, left-hand side of sheet 2]

nähre. Daß ihre Geistesverwirrung jetzt einen so hohen Grad erreicht hatte kommt gewiß davon her, ihre Nerven sind vom anhaltend lan= gen Nähren überreizt gewesen u. wie ihr das Kind genommen worden ist, ist ihr die Milch nach den [sic] Gehirn gestiegen. Ich bedauere sie aus tiefster Seele, u. eben= so ihren armen Mann u. auch Euch, Ihr werdet eine ewige Sorge u. Noth mit ihr haben. Buflebs reisen nun in der Nacht vom Freitag zum Sonabend hier ab u. den 8ten von Hamburg mit der Bavaria. Es thut mir sehr leid, daß die Tante, die sich so auf diese Reise gefreut hat, sie nun mit solch sorgenvollem Herzen zurücklegen muß. Da Ihr erst Ende May in Euer neues Haus einzieht, so denken sie, daß sie Euch ungelegen kommen, ich meine aber, daß das sich ja wohl finden wird, wenn ihnen nur in Bezug auf Emma der Aufenthalt bei Euch, zu sehr getrübt wird. Der lieben Lilian schicke ich ein Bilderbuch aus welchen [sic] sie die deutsche Benennung vieler Gegenstände lernen kann, dann ein Kästchen ganz kleines Spielzeug von Porzelan, womit sie, denke ich, gerne spielen wird, es ist der klei= nen Lina, der ich auch solches schickte, Lieblingsspielzeug, ein Kästchen mit deutschen Kanti, da sie diesen so liebt u. Zeug zu einem Kleidchen mit Jäckchen, ich wollte es ihr erst ma= chen, aber da ich so gar kein Maß dazu habe, so habe ich es unterlassen. Das Strohhütchen wird ihr wohl sehr gut stehen, wenn ich sie doch nur auch einmal darin sehen könnte. Für Dich, liebe Maria habe ich einen sehr noblen Beduinenman= tel, der Dir gewiß gefallen wird u. auch recht zweckmä= ßig sein wird, ich habe mich sehr darüber gefreut, daß

[page 3, right-hand side of sheet 2]

er so hübsch geworden ist. Morgen wer= de ich in die Stadt gehen u. sehen ob ich noch etwas dazu für Dich finde u. auch etwas für Deinen lieben Mann, schon seit mehreren Wochen zerbreche ich mir den Kopf mit was ich ihm wohl eine Freude machen könnte. Für die Andern habe ich für jedes eine kleine Kleinigkeit. Von Wilhelm habe ich noch immer keine Nachricht, ich bin oft ganz unruhig u. gedrückt da= rüber. Vor einigen Tagen hat mir August geschrieben daß ihm gesagt habe, Wilhelm sei in Alexandria, oder vielleicht schon auf dem Weg nach Triest. Anfang May würde er nach Berlin kommen, jedoch nur kurze Zeit dort bleiben u. dann nach England gehen. Ich vermuthe, daß die Nachricht von Wilhelm's Ankunft in Alexandria, eine thelegraphische ist, denn wäre sie mit einen [sic] Brief gekommen, so hätte ich doch wohl ganz gewiß auch einen erhalten. Daß Wilhelm nach England geht hat mich nicht erfreut, findet er dort eine feste Stellung, so bin ich ja wohl darüber froh, daß er endlich zur Ruhe kommt, aber muß er einmal so weit entfernt von uns sich niederlassen, so wäre es mir lieber in Petersburg, wie es früher bestimmt war, Emma's wegen u. auch mir wäre es eine Beruhigung zwei Kinder an einen [sic] Ort zu wissen. Die= se Nachricht, daß Wilhelm nun auch diesen Sommer nicht nach Petersburg geht, hat mir zu dem Entschluß gebracht mit Ida noch nach Pulkowa zu gehen, Emma thut mir zu leid, daß Ihr auch jede Hoffnung eines von uns zu sehen, ge= raubt werden sollte. Der gute Vater wollte es ja ohnehin daß ich mit Ida reisen sollte u. seit ich mich dazu entschlos= sen habe ist er ganz glücklich u. heiter darüber. Es hatte ihm


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