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Ich habe noch eine Bitte an Dich, im Auftrage von Pr. Scheibner, welcher eine Bio= graphie unsres lieben Vaters in der Vierteljahrsschrift der Astron. Gesellschaft ver= öffentlichen möchte, u. No= tizen dazu sammelt, die Mutter kann sich auf Daten u. Jahreszahlen seines früheren Leben namentlich des Beginns seiner aller= ersten Laufbahn gar nicht besinnen, u. wir meinten daß Du vielleicht am Besten darüber Bescheid wüßtest Dein Gedächtniß ist ja immer so klar gewesen in Bezug auf frühe Erinnerungen, auch schriebst Du mir vor einiger Zeit (es ist wohl schon mehr als ein Jahr) daß der gute
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viel heimgesucht worden ist, was doch eine große Wohlthat für ihn war. Die arme Mut= ter bei aller Sorge u. Schmerz auch recht viel von der Reizbar= keit die ja leider immer mit solchem Leiden verbun- den ist zu leiden gehabt, er selbst hat sicher selbst nichts da= von geahnt, daß er so unge= duldig war; daß ich ihr nicht schon in der Pflege beistehen konnte, u. auch unsern guten theuren Vater nicht mehr sehen sollte, war mir ein großer Schmerz! Von August war heute Morgen ein Brief da, er bietet sich der Mutter an, wieder herzu= kommen wenn sie es wünscht es ist sehr von ihm anzuerkennen u. ich war auch so froh, daß er hier war vorher u. der Mut= ter beistehen konnte. Nun lebe wohl liebe Maria, grüße [Baylar?] u. Lili herzlich u. selbst innig geküßt von Deiner [?] Schw. Emma
[margin:] Viele herzliche Grüße von der Mutter ihren Brief nach Rom habt Ihr hoffentlich [/margin]
