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Ich habe Deiner beständig mit solcher Angst u. Leid gedacht, daß Du so fern von der Heimath das erleben muß= test, u. so lange Zeit verging, ehe Du nur von seiner schwereren Erkrankung hörtest. Ich bin sogleich den Tag nach Linas Confirma= tion abgereist (zu der ich [insertion:] mich [/insertion] doch doch nicht gut von ihr tren= nen konnte) hierher abge= reist, um der guten Mutter ihre Einsamkeit zu erleichtern u. ihr helfen zu können. Gott gebe, daß zu Hause Alles gut unterdessen geht! es wurde mir nicht leicht, die vielen Kinder u. na= mentlich das Kleinste erst 1 1/2 Jahre alte, das jetzt am meisten der Aufsicht bedarf,
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zu verlassen, aber ich hoffe daß es der Mutter gut thut, daß ich bei ihr bin. Sie ist stärker, als man nach den Monaten der anstrengend= sten Pflege u. aufreiben= den Sorge erwarten durfte, aber ihre Kräfte sind doch sehr sehr schwach, u. ihr Gemüth kann sich manchen Tag gar nicht aufrichten, u. die Sorge um ihre Zukunft u. um das Auflösen der hier Bestenden, im Augen= blick namentlich die Biblio= thek, verursachen eine Unruhe in ihr, die sie noch mit schwächer machte. Vor allen Dingen liebe Maria, wollte ich Dich bit= ten, doch sobald als Euch's nur möglich zurückzu= kehren, denn der höchste
