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schwer sie auch waren, muß ich dennoch Gott dank= bar sein daß er nicht noch mehr gelitten, daß nicht heftige Schmerzen, wie sie bei einer so großen inneren Zerstörung fast immer vorkom= men, sein Leiden vermehrt haben. Wie viel ich mit ihm gelitten, wie qualvoll es für mich war ihm mit nichts, mit gar nichts, eine Labung verschaffen zu können, nach der er so sehr verlangte, brauche ich Dir wohl nicht zu sagen, liebe Maria. Körper u. Geist waren leider noch so kräftig, deßhalb wur= de es ihm so schwer aus dieser Welt zu schei= den u. daß das so war, war auch für mich u. ist es noch, so namenlos schmerzlich. Ich konn= te zuletzt nichts thuen als Gott bitten ihn zu sich zu nehmen u. ihm ein ruhiges Ende zu geben. Dieses Gebet hat Gott erhört, er ist zuletzt eingeschlafen ohne einen Laut von sich zu geben. Um 5 Uhr brachten wir ihn in eine sitzende Stellung, die Beine aus dem Bett, das schien ihm Erleichterung zu geben u. so ist er geblieben bis der letzte Atemzug kam. Bis dahin hatte ich stark erhalten aber nun brach auch mein
